Güstrow : Wanderer heißen das neue Jahr willkommen

Unter der bewährten Führung von Wiltrud Wendland (2. v.r.) ging es gestern in die Heidberge. Hartwig Neumann (daneben) feierte unterwegs sogar seinen 75. Geburtstag.
Unter der bewährten Führung von Wiltrud Wendland (2. v.r.) ging es gestern in die Heidberge. Hartwig Neumann (daneben) feierte unterwegs sogar seinen 75. Geburtstag.

Traditionstour an jedem Neujahrstag mit dem SV Einheit Güstrow.

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02. Januar 2018, 05:00 Uhr

Wie jedes Jahr am Neujahrstag fährt der Linienbus kurz vor 13 Uhr von der Haltestelle Waldweg in Güstrow unverrichteter Dinge wieder ab. Zwar steht schon gut ein Dutzend Frauen und Männer am Unterstand – die steigen aber nicht ein. Ihr Ziel sind die Heidberge, wandernd geht es auf die 14 Kilometer lange Schleife.

Die Neujahrstour ist Tradition bei den im Sportverein Einheit Güstrow organisierten Wanderfreunden „Ernst Barlach“. Zum 39. Mal gingen sie gestern am ersten Tag des Jahres auf Tour. Für Hartwig Neumann steht dann auch immer eine kleine Feier auf dem Programm – so ist das halt, wenn man als Neujahrskind auf die Welt kommt. Das war bei Hartwig Neumann vor genau 75 Jahren. Die Wanderung wollte der Jubilar sich dennoch nicht nehmen lassen und brachte zwei seiner Geburtstagsgäste einfach mit.

Willkommen sind ja nicht nur Vereinsmitglieder. Auch Gäste, egal ob Güstrower oder Auswärtige, dürfen sich gegen einen kleinen Obolus den Touren der Vereinswanderer anschließen. Bei der Neujahrswanderung allerdings sagt Organisatorin Wiltrud Wendland zu jedem, der sein Portemonnaie zückt, einfach nur: „Lass’ stecken!“ Gestern konnte sie mit Siegfried Rau tatsächlich auch wieder einen Neuling begrüßen. Der ist kein Unbekannter, war jahrelang Pastor in Tarnow und Witzin und zog erst vor ein paar Wochen, da er seinen Ruhestand antrat, in die Barlachstadt. „Als Neu-Güstrower möchte ich gerne schnell die Stadt und ihre Umgebung kennen lernen. Wie sollte das besser gehen, als zu Fuß?“, erklärt der 65-Jährige, ohne nun gleich auch seine Vereinsmitgliedschaft besiegeln zu wollen.

Rosemarie Wagner wiederum zog eine ganz andere Motivation zum Waldweg. Früher eine passionierte Wanderin, hatte sie sich vor einem Jahr aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen müssen. Gestern erschien sie mit Nordic-Walking-Stöcken und versprach sich: „Ich will jetzt wieder öfter mitlaufen.“

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