Laage : „Wilder Westen“ in Lawena

Das Männerballett des CCL und einige „Zuckerschnuten“ tanzten am Ende des Programms gemeinsam. Fotos: hans-jürgen kowalzik (3)
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Das Männerballett des CCL und einige „Zuckerschnuten“ tanzten am Ende des Programms gemeinsam. Fotos: hans-jürgen kowalzik (3)

Laager Karnevalisten begeistern bei sieben Veranstaltungen 2000 Besucher.

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01. März 2020, 19:00 Uhr

Wenn die ersten Zeilen des Lawena-Liedes „Lawena, Lawena, du wunderbare Stadt, es lebe dreimal hoch der Mann, der dich gegründet hat!“ ertönen und das Albertinum in den Gesang einstimmt, hat der Laager Karneval einen Höhepunkt erreicht. Es ist der Moment, der auch am Sonnabendabend ein fantastisches Zwei-Stunden-Programm des CCL beendete.

Die 60 Karnevalisten entführten das Publikum, das als Cowboy, Indianer oder Sheriff kam, in den „Wilden Westen“ und lehnten sich in der Choreografie an den Film „Schuh des Manitou“ an. „Wir hatten den ,Wilden Westen‘ schon einmal im Wendejahr 1989/90 und im November ja die 90er mit 30 Jahre Mauerfall. Da bot sich das an“, erinnerte sich Friedhelm Schwager, der als Santa Maria durch ein spitzenmäßiges Programm führte, und als „Trapper aus den blauen Bergen“ in die Bütt stieg. Dort teilte er in alle Richtungen aus. Ihr Fett bekamen die Bundespolitik, der Klimawandel, die Energiewende, die Landwirtschaft und die Kommunalpolitik weg.

An seiner Seite wirbelte Winnetouch alias Anja Hauffe als Indianerin über die Bühne. „Die Anja war wieder fabelhaft, hatte den roten Faden immer im Griff“, lobte Thilo Warda. Der Interimspräsident, der im Vorjahr als Vize die Geschäfte von Thomas Suhr übernahm, freute sich über eine sehr gelungene Karnevalssaison. „Wir hatten bei sieben Veranstaltungen 2000 Besucher, ein mega Ergebnis.“

Herausragend war wie immer das Programm. Bei dem verging die Zeit mit dem traditionellen Einmarsch der Garde zum Auftakt, mit mehreren spritzigen Auftritten der Tanz-Gruppen „No Name“, des Showballetts und der „Zuckerschnuten“ sowie mit dem Chor der „Prärie-Krähen“ wie im Fluge. Keiner kam dabei ohne Zugabe von der Bühne. Mit dem Männerballett erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt. Knackige Kerle tanzten in prächtigen bunten Kleidern im Saloon, umworben von taffen Cowboys.

Aufgelöst wurde zum Schluss auch die Jagd von zwei schwarzen Sheriffs, die Willi (Habelt) den ganzen Abend verfolgten. Ihm wurde zwar der Strick um den Hals gelegt und der Hocker weggezogen. Aber trotzdem steppte er mit seinen Füßen weiter und stand danach wieder auf festem Boden. Ende gut, alles gut – im „Wilden Westen“, der gleich hinter Lawena anfängt, wie der ganze Saal sang.

Nach dem Laager Fasching ist aber auch immer vor dem Fasching. Thilo Warda: „Wir haben Großartiges geleistet. Das Programm war grandios. Wir konnten viele junge Leute in unserem Verein aufnehmen. Man sieht es in den Tanzgruppen. Unterstützt werden wir weiter vom Förderverein des Albertinums. Durch ihn war es uns möglich, dass wir neuen Teppichboden verlegen konnten.“

Das Albertinum sieht der Verein weiter als seine Heimstätte, denn ein Bürgerhaus bleibe bisher eine rosarote Vision, wie es der „Trapper von den blauen Bergen“ formulierte. „Wir fühlen uns im Albertinum wohl und unsere treuen Karneval-Fans auch“, sieht Thilo Warda das Thema ganz entspannt.

„Am kommenden Sonnabend wird aufgeräumt. Abends wird mir vermutlich allerdings wohl etwas fehlen…“, normalisiert sich bei Thilo Warda langsam der Adrenalin-Pegel. Ab April geht es dann auf ein Neues. Warda: „Wir haben Wahlen im Verein und ich werde mich als Präsident bewerben. Ganz sicher werden wir uns für 2020 etwas Besonderes einfallen lassen, denn der CCL besteht in diesem Jahr 65 Jahre. Wir kommen also ins Rentenalter – was ein Thema für das nächste Programm sein könnte.“



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