Kultur Aktuell 2018 : Wollhalle einmal ganz anders

Iris Brüdgam und Kerstin Reinke haben die Ausstellung von Klaus-Dieter Steinberg in der Wollhalle abgehängt und freuen sich nun auf Neues.
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Iris Brüdgam und Kerstin Reinke haben die Ausstellung von Klaus-Dieter Steinberg in der Wollhalle abgehängt und freuen sich nun auf Neues.

Energiewende, Feuerwehrjubiläum und und Schülerarbeiten füllen das Ausstellungsjahr in der Städtischen Galerie.

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07. Februar 2018, 12:00 Uhr

Die Collagen von Klaus-Dieter Steinberg sind abgehängt, die Städtische Galerie Wollhalle steht für Neues bereit. Als Plattform für regionale Künstler hat die Wollhalle sich einen Namen gemacht. Das soll auch in Zukunft so bleiben. In diesem Jahr aber steht kein regionaler Künstler auf der Ausstellungsliste. Es sei der „Versuch, auch mal etwas anders zu machen“, betont Iris Brüdgam. Im Jahresreigen ist eine Wanderausstellung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unter dem Titel „Zukunftsprojekt Energiewende“ zu sehen. Es folgen eine Schau zum 150-jährigen Bestehen der Güstrower Feuerwehr und die 8. Biennale mit Arbeiten aus Schulen des Landkreises Güstrow.


Wanderausstellung spricht Schulklassen an

„Wir haben ein Angebot für Schulklassen gesucht und sind auf die Wanderausstellung der Bundesstiftung Umwelt gestoßen“, berichtet die Kunsthistorikerin. Das Thema gehe jeden an und die Ausstellung sei so konzipiert, dass die Inhalte an 15 interaktiven Stationen spielerisch entdeckt werden können – etwas für Kinder ab der 5. Klasse und ebenso für Erwachsene, schätzt Brüdgam ein. Die Besucher könnten überall in der Ausstellung aktiv werden, das habe sie fasziniert. Die Schulen seien informiert. Zur Eröffnung am 10. März erwartet Iris Brüdgam zwei Schulklassen. In der Schau, die derzeit noch in Würzburg zu sehen ist, werden technische, naturwissenschaftliche und gesellschaftspolitische Aspekte der Energiewende veranschaulicht.

Im Jubiläumsjahr der Feuerwehr für diese da zu sein, erscheint der Kunsthistorikerin selbstverständlich. Über den Sommer gehöre die Wollhalle den Kameraden. Die Ausstellungstücke kommen vorrangig aus dem Fundus der Wehr. Brüdgam nennt Bilder und Urkunden, alte Uniformen, Helme und Orden sowie alte und neue Technik, wie zum Beispiel Funk, Tragkraftspritzen und Strahlrohr. Selbst sei sie gerade dabei die Inventarbücher und Magazinbestände zum Thema Feuerwehr zu durchforsten. Ein lederner Löscheimer sei ihr dabei schon untergekommen. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow haben sich vorgenommen an drei Sonntagen während der Ausstellung zu Vorträgen über die Feuerwehr bei Kaffee und Kuchen in die Wollhalle einzuladen. Als Referenten stehen Markus Paschen, Hannes Möller und Dieter Hagemann bereits fest.

Anders als in der Vergangenheit, als die Schülerschau stets den Ausstellungsreigen in Frühjahr eröffnete, rückt sie diesmal an das Ende des Jahres. „Dafür erfolgt die Eröffnung zur Kunstnacht am 2. Oktober“, informiert Brüdgam. Viel Publikum sei den Schülern damit sicher. Grund für das Verschieben ans Jahresende sei allerdings die Wanderausstellung zur Energiewende gewesen. „Schüler und 3D“ ist die Schau überschrieben. Im Mittelpunkt stehe der Raum. „Es werden unter anderem zweidimensionale Arbeiten gezeigt, in denen eine räumliche Illusion erzeugt wird“, erklärt Kunstlehrerin Irene Heinze. Es werde eine Ausstellung der Objekte sein: Plastiken, Skulpturen und Modelle in verschiedenen Materialien und Farben werden dafür erarbeitet. Irene Heinze stimmt die Besucher schon mal auf optische Täuschungen ein. Arbeiten von Schülern aus elf Schulen – fünf aus Güstrow, sechs weitere aus dem Landkreis – werden zu sehen sein. Die Palette reicht von Grundschulen über Regionale Schulen bis zu Gymnasien. Die Ausstellung und das Eröffnungsprogramm am 2. Oktober werden die Schüler des Hauptfachkurses Kunst des 11. Jahrgangs am John-Brinckman-Gymnasium gestalten, kündigt die Kunstlehrerin an. Diese Schüler werden auch Führungen anbieten.

Im nächsten Jahr wird das Programm wieder ganz anders aussehen. Iris Brüdgam nennt die beiden Güstrower Uwe Seemann und Gunter Rambow. Sie werden Fotografien und Plakate zeigen. Zur Kunstnacht 2019 soll eine Ausstellung mit Arbeiten von Sylvester Antony – Künstler aus Wrodow zwischen Waren und Neubrandenburg – eröffnet werden. Noch offen: Realromantik in MV oder amerikanische Bilder .

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