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Hagenow Totengebet auf jüdischem Friedhof

Von Dieter Hirschmann | 25.11.2014, 16:42 Uhr

Gedenkstätte in Hagenow bekam gestern ihre Würde zurück / Stele erinnert an jüdische Gemeinde

Es war ein langer Weg bis zum gestrigen Nachmittag. Mit einem Totengebet, gesprochen vom Landesrabbiner William Wolff, bekam der jüdische Friedhof in Hagenow gestern seine Würde zurück.

Rückblick. Erst mit der politischen Wende ergaben sich Möglichkeiten, das Areal zwischen heutigem Autohaus und dem Supermarkt als Ort der Erinnerung an das jüdische Leben in der Stadt herzurichten. Und als Zeitpunkt der Einweihung wurde gestern der Todestag von Samuel Meinungen gewählt, der Ende November 1937 als letzter Verstorbener der jüdischen Gemeinde von Hagenow dort bestattet wurde.

Rückblickend hebt Bürgermeisterin Gisela Schwarz im SVZ-Gespräch die Arbeit von Jane Thorun hervor, die mit ihrem Filmprojekt das Vorhaben in Gang brachte. „Der Landesverband der jüdischen Gemeinde, wir als Stadt und das Innenministerium haben hervorragend zusammengearbeitet. Ich denke, dass jetzt ein guter Ort geschaffen wurden, ein Ort der Erinnerung“, ist sich die Bürgermeisterin sicher. Für Igor Jesernitzki von der jüdischen Gemeinde im Land und zuständig für jüdische Friefhöfe in MV ist dieser Ort, der jetzt geschaffen wurde, sehr wichtig. Insgesamt gebe es nach seinen Worten 42 jüdische Friedhöfe im Land. Saniert und als Erinnerungsort instand gesetzt, so wie in Hagenow, seien es jetzt vier.

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