Landkreis Ludwigslust-Parchim : Faulbrut bedroht Bienen: Sperrgebiet eingerichtet

Amerikanischen Faulbrut
Bedroht durch Faulbrut: Bienenvolk im Landkreis Ludwigslust-Parchim

Der Landkreis richtet nach dem Ausbruch der Seuche ein Sperrgebiet rund um Setzin ein.

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01. Oktober 2019, 20:00 Uhr

Der Landkreis hat den Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut offiziell festgestellt und gleich einen Sperrkreis rund um Setzin eingerichtet. Der Sperrbezirk umfasst Setzin einschließlich der Ortsteile Ruhetal, Grünhof und Schwaberow sowie die Ortsteile von Wittenburg Perdöhl, Zühr und Körchow sowie Toddin-Gramnitz.

Bienen unter "Quarantäne"

Wer in diesem Bereich Bienen hält, hat dies unter Angabe des Standortes der Bienenstände sofort dem Landkreis Ludwigslust-Parchim anzuzeigen. Alle Bienenstände und Bienenvölker im Sperrbezirk werden nach näherer Anweisung des Fachdienstes Veterinär- und Lebensmittelüberwachung amtstierärztlich auf die Amerikanische Faulbrut untersucht. Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden. Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden. Dies gilt nicht für Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist. Bienen und Bienenvölker dürfen nicht in den Sperrbezirk gebracht werden, heißt es in der Verfügung.

Furcht vor Ausbreitung des Amerikanischen Faulbrut

Der Grund für die Maßnahmen: In einem Bienenstand in Setzin wurde der Erreger der Amerikanischen Faulbrut nachgewiesen. Bei den bisher durchgeführten Untersuchungen wurden bei weiteren Bienenständen Sporen des Erregers der Amerikanischen Faulbrut festgestellt – deshalb der Sperrkreis. Der Erreger der Amerikanischen Faulbrut ist sehr widerstandsfähig und kann leicht durch lebende Bienen, Honig, Wachs und mit Geräten weiterverbreitet werden. Die Standorte von Bienenständen, insbesondere bei Wanderimkern, sind der Behörde trotz bestehender gesetzlicher Meldepflicht nicht lückenlos bekannt. Solche nicht erfassten Bienenvölker können zur Weiterverbreitung der Seuche beitragen.

„Weil der Erreger und insbesondere seine Dauerform, die Sporen, durch Fremdflug von Bienen auf fremde Bienenvölker sehr leicht übertragen werden kann, besteht die Gefahr, dass sich die Seuche leicht verbreitet“, sagen die Veterinäre. Den Imkern entstehen durch den Ausfall der Völker und den Minderertrag in der Honiggewinnung hohe Verluste.

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