Strecke rund eine Stunde gesperrt : 48-Jähriger liegt betrunken zwischen Brahlstorf und Pritzier in den Gleisen

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Ein betrunkener Mann auf der Strecke von Hamburg nach Berlin hat die Bundespolizei auf den Plan gerufen.

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16. August 2019, 09:02 Uhr

Eine Person auf den Schienen: Am Donnerstag  gegen 17 Uhr mussten   Beamte  der Bundespolizei mit Sondersignal  ausrücken. Die  Notfallleitstelle der Deutschen Bahn in Berlin hatte die Bundespolizei informiert, dass die ICE-Strecke von Hamburg nach Berlin in beide Richtungen gesperrt werden musste. Der Triebfahrzeugführer  eines Güterzuges hatte gemeldet,   dass er auf Höhe des Bahnkilometers 210,4, zwischen den Ortschaften Brahlstorf und Pritzier, eine Person im Gleis gesehen hat. Der Triebwagenführer  der nachfolgende Regionalbahn RE 4312 musste nach dem Erkennen der Person im Gleis eine Gefahrenbremsung einleiten. Zu Personenschäden kam es nicht.

Alkoholtest ergibt 1,61 Promille

Parallel zum Einsatz der Bundespolizei gaben die Kollegen der Polizeireviers Boizenburg Unterstützung. Am Ereignisort angekommen, konnten die Polizisten zunächst keine Person feststellen. Auch ein Absuchen entlang der Gleisanlagen brachte zunächst kein Ergebnis. Wenig später erreichte die Bundespolizisten die Nachricht, dass die Kollegen der Landespolizei im Bereich der Ortschaft Düssin, an der Bahnstrecke, eine Person festgestellt haben, auf die die Personenbeschreibung zutraf. Noch vor Ort wurde der Mann an die Beamten der Bundespolizei übergeben. Bei einem Atemalkoholtest wurde bei dem 48-jährigen ein Wert von 1,61 Promille festgestellt.

Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr eingeleitet. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 150 Euro erhoben.

In der Zeit der Streckensperrung von 16.52 bis 17.55 Uhr kam es bei 22 Zügen zu insgesamt 777 Minuten Verspätungen, zu zwei Umleitungen und zwei Teilausfällen.

 

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