Zarrentiner Time-Park : Ein Stadtteil erwacht zum Leben

Eines der ersten neuen Häuser des neuen Time-Parks, jetzt sind die ersten Mieter einzogen.
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Eines der ersten neuen Häuser des neuen Time-Parks, jetzt sind die ersten Mieter einzogen.

In den Zarrentiner Time-Park ziehen die ersten Mieter in die modernen Häuser. Investorengruppe ewp vor dem Start weiterer Projekte

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20. Mai 2019, 05:00 Uhr

Der Time-Park in der Schaalsee-Stadt hat seine ersten Mieter. Damit erwacht ein neuer Stadtteil zum Leben. Dabei sollte an gleicher Stelle eigentlich ein Gewerbegebiet entstehen. Jetzt ist dort hochwertiger Wohnraum entstanden. Der Investor, die „ewp Projektentwicklungs-GmbH“ mit Sitz in Wittenburg , wäre mit diesem Projekt gern schon viel weiter gewesen. Doch das verhinderte der Widerstand einiger Anwohner.

Weiterlesen: Angriffe auf Baustelle im Time-Park

Ewp-Sprecherin Romy Gödeke sprach mit SVZ-Redakteur Mayk Pohle.

Frau Gödeke, warum hat das Projekt so eine Bedeutung für ihr Unternehmen aber auch für die Stadt Zarrentin?

Romy Gödeke: Mit den sieben modernen Mehrfamilienhäusern, die wir hier nahe des Schaalsees bauen, setzen wir neue Standards beim Wohnungsbau. So einen Komfort konnten die Zarrentiner hier bisher nicht mieten. Dazu kommt, dass es Niedrig-Energiehäuser sind, barrierearm, mit Fahrstühlen und hochwertigen Einbauküchen. Und, wir haben auch bei der äußeren Gestaltung der Fassaden nicht gespart. Dieses Wohngebiet bekommt so ein neues Gesicht.

Das hat für die Mieter natürlich seinen Preis. Ist der in Zarrentin denn überhaupt erzielbar?

Wir können uns nicht beklagen, was die Anfragen und Mietverträge betrifft. Unsere Mieten beginnen bei knapp unter neun Euro den Quadtratmeter. Und dafür, dass ja die meisten Häuser noch im Bau sind, ist die Vermietungslage aus unserer Sicht schon sehr gut. Die Nachfrage nach Wohnraum in der Stadt steigt nach unseren Informationen ständig. Darauf reagieren wir mit dem Bau moderner Wohnungen auf Basis neuester technologischer Standards. Wichtig bleibt dabei; Wir bauen keine Luxuswohnungen.

Woher kommen die Mieter und die meisten Anfragen?

Aus Zarrentin und Umgebung und nicht etwa aus Hamburg, wie immer wieder gern behauptet wird. Wir haben dem ja auch Rechnung getragen mit Wohnungsgrößen von 65 bis 100 Quadratmetern.

Ihr Unternehmen wollte nach den früheren Plänen mit den Bauten schon eher anfangen. Hat sich das auf die Preise ausgewirkt?

Ganz sicher, in den fast zwei Jahren, die wir durch die Auseinandersetzungen und Planänderungen verloren haben, sind allein die Preise auf dem Bau um gute 20 Prozent gestiegen. Dazu kommt, dass sich auch die Planungskosten für das gesamte Projekt im gleichen Zeitraum um 1,5 Millionen Euro erhöht haben. Das alles hat natürlich Auswirkungen.

Drei der neuen Mehrfamilienhäuser, die jeweils acht Wohnungen haben, sind fast bezugsreif, die anderen im Bau. Wann wollen sie fertig sein?

Wir werden für alle Wohnungs-Einheiten ganz sicher noch ein paar Monate brauchen. Zugleich stehen weitere Projekte für Zarrentin kurz vor dem Start.

Sie meinen den Bereich des betreuten Wohnens, der in unmittelbarer Nachbarschaft entstehen soll?

Ja, wir stehen vor dem Start für den Bau der 80 Wohneinheiten für das Betreute Wohnen, die wir in sechs Gebäuden unterbringen werden. Dieses Projekt wird ganz sicher ein bis anderthalb Jahre dauern.

Wie sieht die Nachfrage für diesen Bereich aus?

Ganz ehrlich, wir können uns vor Nachfragen schon jetzt kaum retten. Dabei schließen wir noch keine Verträge ab. Das machen wir, wenn die ersten Rohbauten fertig sind. Aber um die Vermietung dieser besonderen Wohnungen machen wir uns überhaupt keine Sorgen.

Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Die Wohnungen sind mit Größen von 53 bis 67 Quadratmetern nicht zu groß, sie werden modern ausgestattet sein und vor allem keine Barrieren haben. Zusammen mit den Betreuungsmöglichkeiten ist das für viele ältere Menschen interessant.

Stößt das, was ihre Firma da in Zarrentin entwickelt, auch anderswo in der Region auf Interesse?

Speziell zu den Wohnbauten gibt es schon einige Nachfragen aus dem ganzen Kreisgebiet, gute Mietwohnungen sind überall sehr begehrt. Nicht alle Menschen wollen Eigenheime bauen.

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