Hagenow : Besuch bei der Truppe

Machten sich beim Besuch des Hagenower Panzergrenadierbataillons 401 ein Bild vom Ausbildungsstand der Truppe: Mitglieder der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Sektion Schwerin.
Machten sich beim Besuch des Hagenower Panzergrenadierbataillons 401 ein Bild vom Ausbildungsstand der Truppe: Mitglieder der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Sektion Schwerin.

Panzergenadiere aus Hagenow für weitere Auslandseinsätze in Afghanistan bestens vorbereitet

nnn.de von
24. April 2019, 20:00 Uhr

Hagenow | Soldaten aus Truppenteilen der Region, wie das Panzergrenadierbataillon 401 aus Hagenow, die aus dem Auslandseinsatz zurückgekehrt waren, wurden beim Wiederkehrerappell des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern auf dem Alten Garten in Schwerin erstmals in einem würdigen Rahmen geehrt.

An diesem Appell nahmen auch Mitglieder der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) – Sektion Schwerin – teil und brachten so ihre Anerkennung zum Ausdruck. Die GSP ist ein überparteilicher, deutschlandweit vertretener Verein, der sich die Vermittlung eines sicherheitspolitischen Verständnisses in der Bevölkerung auf die Fahne geschrieben hat.

Mit ehrenamtlicher Öffentlichkeitsarbeit durch Veranstaltungen unterschiedlichster Art wie Foren, Vortragsreihen, Fahrten zu speziellen Einrichtungen und Institutionen sowie Meinungsaustauschen soll die eigenständige Meinungsbildung gefördert und die Mitgestaltung angeregt werden. Dazu arbeitet die GSP mit verschiedensten Kooperationspartnern zusammen, hier stellvertretend genannt die SVZ und im Verbund mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, die Deutsch Atlantische Gesellschaft, der Reservistenverband, das Bundeswehrsozialwerk und schließlich das Landeskommando MV (LKdo). Mehr Informationen gibt es unter www.gsp-sipo.de. Eine dieser Veranstaltungen der GSP- Sektion Schwerin im April war ein Besuch bei der Truppe in Hagenow beim Panzergrenadierbataillon 401. Die GSP der Sektion Schwerin stellte eine Gruppe aus Vereinsmitgliedern und sicherheitspolitisch interessierten Bürgern aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zusammen – darunter Lehrer, Behördenleiter, Angestellte und Selbstständige. Der Jugendoffizier Schwerin vom LKdo MV, Kapitänleutnant Steven Ralfs, übernahm die Organisation der Tagesfahrt und traf die Absprachen mit der Truppe. Die Hagenower Panzergrenadiere präsentierten sich in einem umfangreichen, interessanten Tagesprogramm hochgradig professionell. Neben Einblicken in den Aufbau, die Struktur und die Aufgaben des Bataillons haben Soldaten über ihre tägliche Arbeit und ihre Erfahrungen im Auslandseinsatz in Afghanistan berichtet. Offen und ehrlich wurden zu Beginn des Tages durch den Kommandeur des Bataillons, Oberstleutnant Radzko, und mehrere weitere Offiziere die Fragen der Gruppe offen und ehrlich beantwortet. Die Hagenower Panzergrenadiere seien personell sehr gut aufgestellt, trotzdem gebe es an so mancher Stelle z.B. bei der Ausrüstung noch Optimierungsbedarf. Die Vorstellung der Übungen und Einsatzverpflichtungen des vergangenen Jahres und der kommenden zwei Jahre zeigten die Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft, aber auch die Belastung der Truppe. Zur nächsten Station gehörte neben der Ausrüstung und der Bewaffnung der Soldaten auch die Vorstellung des Schützenpanzers Marder zum Programm. Die Scharfschützen zeigten bei einer Vorführung eindrucksvoll ihr Können.

Am Ende des Tages kommt es noch zu einer lebendigen Diskussion über die aus Sicht der Teilnehmer fehlende sachliche Auseinandersetzung mit der Bundeswehr und die oftmals mangelnde Wertschätzung gegenüber den Soldaten. Auch meinen die Teilnehmer, die Politik setze sich zu wenig für die Bundeswehr, die verfassungsrechtlich legitimierte Parlamentsarmee Deutschlands, ein. Anstelle immenser Ausgaben für so manche teils unnütze Kampagne, für zusätzliche Spiegel und Stehlampen in Unterkünften, solle eher in noch bessere Schutzausrüstung und Einsatzmittel investiert werden.

Aus dem Panzergrenadierbataillon 401 in Hagenow gehen nächstes Jahr erneut zwei komplette Züge sechs Monate lang für Deutschland nach Afghanistan, angeführt vom Kommandeur Oberstleutnant Radzko.


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