Kolumne: Meine Woche : Eiskalte Stimmung im „Südpol“

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11. Januar 2019, 20:52 Uhr

Es ist schon wieder erwacht, das politische Leben in dieser Woche. Und was war das für ein Empfang in Wittenburg? Über den Auftritt des Carlo von Tiedemann reden ja immer noch viele. Den zotigen Witz, den er am Mikrofon vor vollem Saal darbot, den kann man nicht wirklich wiedergeben. Ich bin ja gestern schon gefragt worden, was der Moderator da so vom Stapel gelassen hat. Nur so viel: Im Moment der Pointe rieselten gefühlt Eiskristalle von der Decke des Landhauses, so eisig war die Stimmung. Das passte zum Namen des Hauses, das die meisten unter Südpol kennen. Carlo wird wohl so schnell nicht wieder nach Wittenburg eingeladen.

Neues Jahr, neue Vorsätze. Und da ist es schon erstaunlich, was Menschen so in unserer Region bereit sind, für ihr Fitnessstudios auszugeben. Nachdem, was wir so erfahren konnten, sind 50 bis 60 Euro im Monat durchaus üblich. Das zahlt in Schwerin nur noch eine Minderheit. Gut, dort ist die Konkurrenz auch viel größer, der Kampf um die Kunden härter. Die Wittenburger haben jedenfalls schon einmal vernommen, dass sie auch ein neues Studio bekommen sollen. Nur der Standort steht noch nicht fest. Ursprünglich sollte es einmal der Bahnhof werden, doch da wurden sich die Investoren mit den Besitzern nicht einig. Und so könnte es durchaus ein Neubau werden. Lübtheen übrigens würde sich in Sachen Fitness auch sehr über einen Investor freuen. Doch für ein Studio, das sich ja auch rechnen muss, wohnen in der Griesen Gegend wohl zu wenige Menschen.

Wie kommt ein Bundespolitiker, wie Dietmar Bartsch von den Linken es zweifelsohne ist, zu einem Empfang der FDP nach Lübtheen? Diese Frage haben sich viele gestellt. Die Antwort ist einfach: Moderator und FDP-Anhänger Frank Jehring und Dietmar Bartsch haben früher zusammen studiert. Und so gab es bei der nie abgebrochenen Verbindung eine Einladung, der Bartsch gerne folgte. Jehring, der den meisten als Chef von riha-Wesergold in Dodow bekannt ist, hat im übrigen eine Begabung zum Moderieren und Fragen. Er hat seinen Freund Dietmar an dem Tag wirklich nicht geschont.

Nächstes Thema dieser Woche waren die umfangreichen Arbeiten rund um den Truppenübungsplatz Lübtheen. Dass dort viel an Munition im Boden liegt, das wussten viele. Aber so viel? Wichtig ist, dass überhaupt damit angefangen wurde. In den Jahren zuvor hat sich ja an das Thema niemand ran getraut, weil allen klar war, was eine Beräumung kosten würde. Die kleine Stadt Lübtheen mit ihren bescheidenen Mitteln hätte über so ein Programm noch nicht einmal nachzudenken brauchen. Doch auch so drängt die Zeit. Noch so einen Dürresommer mit Waldbrandgefahr will niemand erleben, ohne dass die Sicherheit der Dörfer rund um den Platz gewährleistet ist. Da muss die Bundesforst zweifelsohne liefern.

Auf Lieferung wartet auch der private Eisenbahnbetrieb, der tapfer die Verbindung zwischen Hagenow-Land und Hagenow-Stadt aufrecht erhält. Wer konnte denn auch ahnen, dass es die guten alten Eisenbahnschranken auch nicht mehr von der Stange gibt.

In der kommenden Woche geht es dann weiter mit den Empfängen. Und wieder gibt es eine Premiere: Zarrentin und Hagenow laden am gleichen Tag ein. Warum? Ganz einfach, der Terminplan von Till Backhaus wollte es so. Vielmehr wollte Zarrentin den Till gern als Gast bei seinem Empfang haben. Denn der Landwirtschaftsminister soll helfen, das ehrgeizige Projekt des Schulzentrums mit umfangreichen Förderungen doch noch möglich zu machen. Ob das klappen kann?

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