Hagenow : Hommage an Dichterfürsten

Sie hatten die großen Dicheter im Blick: Kirsten Dassow, Otto Ringel und Jutta Langhans (v.l.).
Sie hatten die großen Dicheter im Blick: Kirsten Dassow, Otto Ringel und Jutta Langhans (v.l.).

Kulturverein erinnerte an Johann Wolfgang v. Goethe und Friedrich Schiller

nnn.de von
16. März 2019, 05:00 Uhr

Literarisch-musikalisch ging es beim Hagenower Kulturverein im „Alten Kino“ in Hagenow zu. Anlass war die Erinnerung an die beiden großen deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe, dessen 270. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird und Friedrich Schiller, dessen 260. Geburtstag in diesem Jahr ansteht. 72 Literatur- und Musikinteressierte waren der Einladung gefolgt und erlebten einen unterhaltsamen Abend. Die drei Vortragenden, die Vorstandsmitglieder Kirsten Dassow, Otto Ringel, der das Manuskript für diese Lesung erarbeitet hatte, und Jutta Langhans, erinnerten in ihren Beiträgen an Vertrautes und Bekanntes, wollten aber vor allem auch den Blick auf die Seiten der Dichter lenken, die kaum bekannt sind. So wurden neben Ausführungen über ihr Leben und ihre schöpferische Freundschaft auch Meinungen von Zeitgenossen über Goethe und Schiller vorgetragen, etwas zur Rolle der Frauengestalten vor allem bei Goethe gesagt, die stets Eingang in seine Dichtung gefunden hatten. Es wurden Gedanken zum Gedicht „Gefunden“ geäußert, die Balladen „Willkommen und Abschied“ und „Der Handschuh“ rezitiert sowie Dialoge zwischen Mephisto und Faust in unseren Tagen oder zwischen einem Zeitgenossen und Schiller geführt. Am Ende der Betrachtung ihres Lebens und Schaffens gab es dann noch einige Ausführungen zu Goethes und Schillers Schaffen im Vergleich. Denn wer von beiden der Größte sei, darüber wurde oft gestritten. Der Bildhauer, der das Goethe-Schiller-Denkmal vor dem Deutschen Nationaltheater in Weimar schuf, hat beide Dichter gleich groß geschaffen, obwohl Schiller etwas größer als Goethe war. Damit hat er die Diskussion, wer der Größere sei, klugerweise entkräftet.

Aufgelockert wurde der Abend durch gelungene musikalische Beiträge am Keyboard und durch Gesang. Besonders gefallen hat vielen Zuhörern, dass alle gemeinsam das „Heidenröslein“ und zum Abschluss Schillers „Ode an die Freude“ sangen. Ein gelungener Abend.


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