Neuhaus : Kinder-Arche wird zum Arche-Park

Maximilan Jasker mit  Neuzugang Bonnie, einem Altdeutschen Hütehund, Typ„Gelbbacke“
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Maximilan Jasker mit Neuzugang Bonnie, einem Altdeutschen Hütehund, Typ„Gelbbacke“

Papierkram erledigt: Dieses Jahr wird ausgebaut

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03. Januar 2018, 12:00 Uhr

„Das vergangene Jahr war ein Bürojahr. 2018 wird ein Baujahr“, meint Christoph Jasker, der große Bruder von Maximilian. Aus dessen gleichnamiger Kinder-Arche, wurde vor wenigen Tagen „Max` Arche-Park“, der sich nun über mehr als zehn Hektar erstreckt und eine Aufgabe für die ganze Familie Jasker geworden ist. „Für Papa ist es mittlerweile eine Vollzeitgeschichte und Max ist immer nachmittags, nach der Schule da“, erzählt Christoph Jasker weiter. Nun versuche man eine Anerkennung als FÖJ-Einsatzstelle (Freiwilliges Ökologisches Jahr) und somit Unterstützung zu bekommen. „Da gab es schon viele Anfragen. Wenn alles klappt, könnten wir zum Ende des Jahres auch FÖJ-ler nehmen.“

Dabei hat einmal alles klein und übersichtlich angefangen. Und in der Familie wird sich gefragt, wie es dazu gekommen ist, dass das Projekt solche Ausmaße angenommen hat. „Die Tiere lagen uns schon immer am Herzen“, erzählt Maximilian. „Als Kind habe ich angefangen, ‘normale’ Tierrassen zu halten. Später kamen die alten und vom Aussterben bedrohten Haustierrassen, wie das Bentheimer Landschaf dazu. Das hat sich dann weiter entwickelt. Wir wollten anderen Kindern die Tiere näher bringen.“

Mittlerweile besitzt der 15-jährige Hobbytierhalter neben den Schafen u.a. Esel, Ziegen, Enten, Gänse, Puten, Hunde sowie mit Guatemaltekischen Lamas, auch zwei Exoten. Und das Interesse an den Tierrassen ist offenbar groß. „Vergangenes Jahr hatten wir mehr als 1000 Besucher. Die größte Gruppe bestand aus 50 Kindern und acht Erwachsenen. Das war schon eine Herausforderung für uns“, so Jens Jasker. „Die Führungen machen wir alle persönlich, meistens Max. Sie beginnen am Archezentrum und dann gehen wir zu unseren Tieren.“

Das Projekt erfährt dabei viel Aufmerksamkeit, nicht nur durch Medien. Im vergangenen Jahr wurde Maximilians Kinder-Arche im Rahmen des niedersächsischen Tourismuswettbewerbs „Tourismus mit Zukunft“ ausgezeichnet. Darauf ausruhen, möchte sich die Jasker-Familie nicht. „Wir haben die Idee, die Arche mit Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung und der Sparkassen-Stiftung zu einem kleinen Tierpark umzubauen“, erzählt Christoph Jasker. Zusätzliche Flächen dafür seien schon gepachtet worden. „Im Frühjahr werden neue Gehege angelegt, mal schauen wie wir es machen. Auch Muttis Wunsch, ein Streichelgehege für Ziegen, wollen wir umsetzen.“ Künftig soll dann ein Rundweg über das Gelände führen. So könnten Interessierte dort auch außerhalb der Öffnungszeiten spazieren gehen und sich die Tiere ansehen.

Viel Arbeit, die auf die Familie wartet, denn sie will so viel wie möglich in Eigenregie übernehmen. „Wir suchen daher noch einen pfiffigen Zimmermann, der uns etwas Zeit spendet, und zeigt, wie man beispielsweise vernünftig einen Unterstand baut“, so Christoph Jasker weiter.

Neben den Bauarbeiten sind dieses Jahr aber auch wieder Veranstaltungen geplant. So wird es unter anderem einen Flohmarkt und den Kindertag geben. Und natürlich nehmen sich Jaskers Zeit für Schulklassen und andere Gruppen, die mehr über alten Haustierrasse wissen möchten. „Anfragen für Führungen gibt es schon. Auch wenn es schwierig wird, dass Max sie macht“, meint Jens Jasker. Hintergrund ist, dass sich der 15-Jährige auf seine Ausbildung als Tierwirt vorbereitet. „Irgendwie bekommen wir das aber schon gedreht.“ Das Projekt ist eben Familiensache.

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