Zarrentin : Mit Leib und Seele in Zarrentin eingebürgert

Karl-Heinz Mintert (l.) als langjähriger Freund und Weggefährte hielt die Laudatio auf Margret Moltrecht.
Karl-Heinz Mintert (l.) als langjähriger Freund und Weggefährte hielt die Laudatio auf Margret Moltrecht.

Hamburgerin Margret Moltrecht engagiert sich privat wie gesellschaftlich seit über 20 Jahren für die Schaalseestadt und durfte sich deshalb ins Goldene Buch eintragen

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06. Februar 2018, 12:00 Uhr

Es fließe zwar nicht das Blut der Einheimischen in ihren Adern, dennoch sei sie mittlerweile mit Leib und Seele sowie aus tiefster Überzeugung „eine echte Zarrentinerin“. Das jedenfalls merkt Karl-Heinz Mintert als langjähriger Freund und Weggefährte jüngst launig in seiner Laudatio auf Margret Moltrecht an. Kurz bevor die gebürtige Hamburgerin sich in das Goldene Buch der Schaalseestadt eintragen darf. Als eine besondere Ehre anlässlich des Neujahrsempfanges, wie auch der stellvertretende Bürgermeister Hermann Cechini mehrfach betont.

Nämlich für ihr Engagement im örtlichen Gewerbe- und Tourismusverein, als sie für die Entwicklung der Klostermärkte wichtige Impulse gegeben habe oder im Jahr 2006, als in ihrer Galerie die Gründungsversammlung des Zarrentiner Kulturvereins stattfand, hebt Mintert weiter in seiner Aufzählung der Verdienste hervor. Danach habe die Künstlerin aktiv im Vorstand des Vereins mitgearbeitet.

„Heute kannst du feststellen, dass aufgrund der qualifizierten Arbeit, die der gegenwärtige Vorstand seit Jahren leistet, aus dem Baby von damals, ein kräftiger junger Mann geworden ist“, so Mintert wörtlich, der auch ihre Sachkompetenz als Unternehmerin und Geschäftsführerin in der Firma für Spritzgussprodukte, in der sie immer der ruhende Pol gewesen sei, nicht unerwähnt lässt. Und Mintert zeichnet weiter ein Bild des Menschen Margret Moltrecht als leidenschaftliche Malerin, die über Bilder ihrer Passion Ausdruck verleihe sowie als Lehrerin, die in Malkursen gerne Kenntnisse und Erfahrungen an Dritte weitergebe.

„Ich schätze deine soziale Autorität, mit der du Menschen freundlich, aufrichtig, verlässlich und zuwendungsbereit begegnest und wo jeder spürt, dass dies keineswegs nur schöne Attribute für dich sind, sondern deiner gelebten Wirklichkeit entspricht. Sowie deine Souveränität mit der du den vielfältigen Aufgaben als Ehefrau, Mutter, Schwieger-und Großmutter bis heute immer den erforderlichen Raum und die notwendige Aufmerksamkeit gegeben hast.“ Aus Gesprächen sei ihm bekannt, dass Margret Moltrecht immer mit Interesse das öffentliche Leben und die kommunale Politik im Ort verfolgt habe.

„Und so wundert es mich nicht, dass du auch hier deinem Interesse Taten folgen lässt, indem du z.B. jüngst bei der Neugestaltung der kleinen Anlage an der Breiten Straße/Einmündung Grüne Straße durch die attraktive Malerei zu einem schönen Rahmen verholfen hast oder als weiteres Beispiel der Stadt und ihren Feuerwehren durch, sozusagen monetäres Unter-die-Arme-greifen geholfen hast, dass für bestimmte Projekte auch die entsprechende ,Kohle’ vorhanden war.“

Margret Moltrecht hat mit dieser Ehrung übrigens nicht gerechnet. „Es war für mich eine Riesenüberraschung“, gesteht die 78-Jährige anschließend im SVZ-Gespräch. Ein paar Tausend Bilder habe sie bisher gemalt, verrät sie. Und dass sie jeden Tag zu Pinsel und Farbe greife, wenn es die Zeit zulasse. „Ich habe schon als Kind gerne gemalt. Egal ob Öl, Pastell, Acryl, Mischtechnik und Aquarell“, verrät die gelernte Kauffrau weiter, die sieben Jahre lang Kunst in Hamburg studiert habe. Für die der erste Pinselstrich auf der Leinwand auch heute immer noch eine große, oft mit Selbstzweifeln gespickte Suche nach Anfang und Ende sei.

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