Hagenow : Schmierereien sind ein Schande

Öffentliche Toilettenanlage ZOB Stadtbahnhof Hagenow: So sah es dort am 7. Februar aus.  Fotos: Spanier
Öffentliche Toilettenanlage ZOB Stadtbahnhof Hagenow: So sah es dort am 7. Februar aus. Fotos: Spanier

Der Vandalismus auf öffentlichen Toiletten in Hagenow nicht zu stoppen. Die Stadt denkt an Video-Überwachung

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09. Februar 2018, 20:55 Uhr

Die Kosten für die Instandsetzung der beschädigten öffentlichen Toilettenanlagen in Hagenow schießen in die Höhe. Seit Jahresbeginn habe der Stadtbauhof nach Informationen von Enrico Spanier, dem Chef des Stadtbauhofes,  mehr als 100 Arbeitsstunden zusätzlich zur normalen Arbeit investiert, um diese sinnlosen Zerstörungen zu beseitigen. Die Schmierereien sind nach seinen Worten „eine Schande.“ In Hagenow gibt es vier öffentliche Toilettenanlagen, die sich  auf dem Parkplatz an der Teichstraße,  auf dem ZOB am Stadtbahnhof, gegenüber von Nessler, und am ZOB in Hagenow Land befinden. Betroffen vom Vandalismus sind insbesondere die beiden ersten öffentlichen Toiletten.

„Vor allem Jugendliche toben sich in den öffentlichen Klos aus, beschmieren die Wände, deformieren Türen, setzen Anlagen außer Betrieb. Seit Januar haben meine Kollegen über einhundert Stunden alleine für die fast tägliche Graffiti-Entfernung und andere Reparaturarbeiten benötigt. Seit gestern Nachmittag ist die WC-Anlage auf dem Parkplatz Teichstraße geschlossen. Das Behinderten-WC ist geöffnet. 

Die Kosten für Reparaturen und Graffiti-Reinigung durch Vandalismus belaufen sich  in den ersten sechs Wochen dieses Jahres bereits auf mehr  als  3000 Euro“, macht der Chef des Stadtbauhofes im SVZ-Gespräch die Rechnung auf.  In den öffentlichen Toiletten  mussten so u.a. Dachkuppeln, Stützhaltegriffe für behinderte Menschen,  Deckenbeleuchtung,  Händetrockner und Bedienelemente für die WC-Spülungen erneuert werden. Hinzu kommen verbogene Türrahmen und Zargen.  Doch was kann man gegen die wachsende Zerstörungswut machen?

Nach Information von Hagenows Bürgermeister Thomas Möller habe die Kommune alleine im vorigen Jahr rund 12000 Euro aufwenden müssen, um derartige Schäden zu beseitigen.   „Die  Schäden sind gerade beseitigt und schon sind die Toiletten wieder beschmiert und zerstört. Wir suchen nach eine Idee, wie wir diesen Vandalismus eindämmen können. Und wir prüfen die Möglichkeit, eventuell eine Video-Überwachnungsanlage an Schwerpunkten zu installieren. Wir werden eine Lösung finden müssen. Die Schäden in dieser Form sind nicht hinnehmbar“, sagte Thomas Möller auf SVZ-Nachfrage.

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