Boizenburg : Wissensjagd im Wasserwerk

Der gebürtige Holländer  Jan Balyon hielt das emsige Treiben mit Pinsel und Farbe auf Papier fest.
Der gebürtige Holländer Jan Balyon hielt das emsige Treiben mit Pinsel und Farbe auf Papier fest.

Tag der offenen Tür bei den Versorgungsbetrieben Elbe sollte Gästen über Wasservorkommen und Arbeit des Versorgers informieren

23-73944631_23-73944633_1442568196.JPG von
16. September 2019, 05:00 Uhr

„Anlässlich des Weltwassertages am 22. März machen wir nun schon seit drei Jahren mit unseren Aktionen auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage für die Menschheit aufmerksam. Heute allerdings wollen wir in enger Kooperation mit dem Verband der Schleswig-Holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft den Tag des Wassers begehen, um bei einem Tag der offenen Tür Familien, Kinder, aber auch die ältere Generation über das Wasservorkommen auf der Erde oder unsere speziellen Aufgaben als Wasserversorger zu informieren“, sagt Christian Hameister, Verantwortlicher für Marketing und Vertrieb bei den Versorgungsbetrieben Elbe. Unter dem Motto „Wasser Marsch“ war dabei ganz besonders die junge Generation angesprochen, eine Wissensjagd durch das Wasserwerk zu unternehmen. An sechs verschiedenen Infopoints mussten sich die wissensdurstigen Besucher mit Fragen beschäftigen, die sich unter anderem mit dem prozentualen Anteil des Wassers an der Erdoberfläche oder mit den Folgen des Klimawandels beschäftigten.

Normalerweise sitzt Claudia Baumgarten während ihrer Arbeitswoche in der Buchhaltung der Versorgungsbetriebe. Am vergangenen Sonnabend hingegen fand sie auch an einem sonst arbeitsfreien Tag den Weg zu ihrer alltäglichen Wirkungsstätte, um mit ihrem Sohn Ben dem Weg des Wassers am Boizenburger Wasserwerk zu folgen. „Die Kinder können heute eine Wasserfilteranlage bauen, wie sie auch in der Natur vorkommt. Wir benutzen verschiedene Schichten aus Watte, Sand und Kies, um anschließend das verschmutzte Wasser reinigen zu können“, erklärt Sabine Merkle von der Deutschen Umwelt Aktion. Mit ihren Projekten ist sie auch täglich an Schulen im gesamten Bundesgebiet unterwegs. Schon in naher Zukunft wird Sabine Merkle an der Ludwig-Reinhard-Grundschule Boizenburg ein Projekt zum Thema Energie durchführen, an dem der Drittklässler Ben gemeinsam mit seinem Freund Tom mit Sicherheit teilnehmen wird.

Nur wenige Meter von dieser kleinen „Forschungsstation“ entfernt, informierte Denis Recknagel die Besucher über das Vorkommen von insgesamt 1,65 Trilliarden Litern Wasser auf der gesamten Erdoberfläche, von denen nur ein kleiner Bruchteil als Trinkwasser genutzt werden kann. In Boizenburg werden derzeit 620 000 Kubikmeter Wasser im Jahr verbraucht. Bei den zu den Versorgungsbetrieben Elbe gehörenden Stadtbetrieben Lauenburg liege der jährliche Verbrauch sogar bei 830 000 Kubikmeter.

Mit „Voice of Fire“, alias Rita Koc-Bersch und Klaus Dieter Hildebrandt, war beim Tag der offenen Tür auch gleich für die musikalische Unterhaltung gesorgt, während der gebürtige Holländer Jan Balyon das rege Treiben auf dem Werksgelände mit geschärftem Blick sowie seinen Pinseln und Farben für die Ewigkeit festhielt. Und das beidhändig und in einem für Laien atemberaubenden Tempo. „In der Schule haben die Lehrer mich als Linkshänder gezwungen, mit der mir fremden rechten Hand zu schreiben.“ Daher beherrsche er das beidhändige Schreiben und Malen in Perfektion und mit großer Geschwindigkeit, freut sich der Lüneburger über die Möglichkeit, seine außergewöhnliche Kunst den Besuchern am Boizenburger Wasserwerk zeigen zu können.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen