Karin Ramm zurück in Petermännchens Reich

Fast ein halbes Jahrhundert ist es her, dass Karin Ramm im Schloss ihre Ausbildung zur Kindergärtnerin absolvierte. Reinhard Klawitter
Fast ein halbes Jahrhundert ist es her, dass Karin Ramm im Schloss ihre Ausbildung zur Kindergärtnerin absolvierte. Reinhard Klawitter

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20. Februar 2010, 01:57 Uhr

Altstadt | Fast ein halbes Jahrhundert ist es her, dass Karin Ramms Zuhause das Schweriner Schloss war. Als Studentin der Pädagogischen Schule zur Ausbildung von Kindergärtnerinnen lernte und wohnte sie Anfang der 60er-Jahre in der einstigen Residenz der Mecklenburger Herzöge. Zu ihrem 65. Geburtstag wollte sie ihre Erinnerungen an ihre Studienzeit auffrischen und lud ihre Familie ein zu einem Besuch in Petermännchens Reich und einem gemeinsamen Essen im Turmzimmer.

"Damals haben wir das überhaupt nicht als etwas Besonderes angesehen, im Schloss zu wohnen. Es war eben ein Internat", erzählt die spätere Kita-Leiterin und Kreisfachberaterin für Kindertagesstätten. "Im heutigen Schlossrestaurant war unsere Kantine, in der Hofdornitz hatten wir Sport, der normale Unterricht fand in den Räumen statt, die heute zum Landtag gehören, und gewohnt haben wir direkt unter dem Dach", erinnert sich Karin Ramm. Vor allem bei starkem Regen oder Wind sei es manchmal ein bisschen unheimlich gewesen, weil immer irgendwo etwas knarrte oder klopfte. "Richtig Angst habe ich aber nie gehabt", erzählt die jetzige Rentnerin. Für sie als Jugendliche sei es damals eher abenteuerlich gewesen. "Aber Petermännchen selbst habe ich nie zu Gesicht bekommen", berichtet sie schmunzelnd.

Über ihre Kindergärtnerinnen-Ausbildung sagt Karin Ramm, dass diese sehr gut gewesen sei, vor allem die Einheit von Bildung und Erziehung, auf die damals viel Wert gelegt wurde, habe bis heute nichts eingebüßt von ihrem hohen Stellenwert. Karin Ramm selbst wurde schon zwei Jahre nach ihrem Abschluss im Schloss Kita-Leiterin und war bis zu ihrer Pensionierung in leitenden Positionen tätig.

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