Lebensretter an der Decke

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08. Januar 2010, 07:31 Uhr

Sternberg/Brüel/Warin | Seit dem 1. Januar müssen allen Mietwohnungen in Mecklenburg-Vorpommern mit Rauchmeldern ausgestattet sein. So schreibt es eine Neuregelung der Landesbauordnungen vor.

Wie weit sind die Sternberger Wohnungsunternehmen damit? SVZ fragte nach. Die Wohnungsbaugenossenschaft Sternberger/Dabel hat bereits in allen Wohnungen die Rauchwarnmelder angebracht. "Wir haben im Dezember vergangenen Jahres damit begonnen", sagt Geschäftsführer Horst Grasemann. Drei Wochen habe die Installation gedauert, dann seien die rund 500 Mietwohnungen der Genossenschaft und auch die von ihr verwalteten, ausgerüstet gewesen.

Die Kosten dafür trage zum Teil das Unternehmen und ein anderer Teil werde auf die Mieter umgelegt, sagte Grasemann.

Die Sternberger Wohnungsbaugesellschaft (Stewo) beginnt erst am 10. Januar damit. "Aus logistischen Gründen war es nicht früher möglich", sagt Geschäftsführerin Regina Nienkarn. "Die Firma, die wir beauftragt haben, war sehr eingespannt." Daher die Verzögerung. Wie lange die Arbeiten schließlich dauern, bis alle rund 1 200 Wohnungen versorgt seien, könne sie noch nicht sagen, erklärt die Geschäftsführerin weiter. Die Kosten für die Arbeiten werden in die Nebenkostenabrechnung einfließen. Die Melder mietet die Stewo.

Im Flur, Schlafzimmer und Kinderzimmer sind die Melder laut Verordnung Pflicht. Ob sie wirklich in allen Mietwohnungen installiert werden, wird aber nicht überprüft.

Die Begründung: Ein Verstoß gegen das Gesetz sei keine Ordnungswidrigkeit.

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