Wöbbelin : Den Gurken beim Wachsen zusehen

Michaela Denissen freut sich über den Wachstumsschub der Pflanzen. Gurken, die Anfang Januar gepflanzt wurden, werden jetzt langsam reif. Fotos: Hennes (4)
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Michaela Denissen freut sich über den Wachstumsschub der Pflanzen. Gurken, die Anfang Januar gepflanzt wurden, werden jetzt langsam reif. Fotos: Hennes (4)

Eine Woche Sonne satt und in den Wöbbeliner Gewächshäusern sprießt das Gemüse. Erste Mecklenburger Gurken schon in den Läden

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08. Februar 2018, 21:00 Uhr

Die Hummeln haben Feierabend. Fast sieben Stunden sind sie durch das schwülwarme Gewächshaus geschwirrt, haben sich von Tomatenblüte zu Tomatenblüte gehangelt. Jetzt  wirft die Abendsonne lange Schatten  in das große Glashaus und es ist  Zeit, die Schotten der Hummelhäuschen zu schließen. Die Sonne hat auch an diesem Tag wieder ganze Arbeit geleistet.  Zentimeter für Zentimeter ranken sich die Tomaten- und Gurkenpflanzen in die Höhe. „Wir können ihnen praktisch dabei  zusehen“, sagt Michaela Denissen, die Geschäftsführerin des Hofes. 1000 Watt Energie strahlt die Sonne zurzeit auf einen Quadratmeter ins Gewächshaus. Letzte Woche waren es gerade mal 20 Watt. „Es ist so schön, dass das Haus wieder voll ist und wir hier jeden Morgen durch die grünen Reihen  schreiten können“, sagt Agneschka. Sie ist verantwortlich für das Wohl der Gemüsepflanzen, sucht nach Schädlingen, misst regelmäßig   Blattlänge und  Durchmesser von Stielen und Köpfen. „Wenn die Blätter sich drehen und etwas schlapp herunter hängen, ist das ein gutes Zeichen. Dann strotzt die Pflanze nur so vor Kraft“, sagt Michaela Denissen.

Die ersten Gurken sind  schon reif, die Cocktailtomaten werden ganz langsam gelb und die Paprikapflanzen tragen  zarte weiße Blüten.   „In vier Wochen“, schätzt Michaela Denissen, „sind die ersten Tomaten in den Geschäften“.  Seit Jahren bauen Denissens  in Wöbbelin ein und dieselbe Tomatensorte an. Wie die heißt, das bleibt ihr Geheimnis. Und warum sie so schmeckt wie sie schmeckt – das liege vor allem am Gießwasser. Das komme aus einem 130 Meter tiefen Brunnen. „Richtig gutes Steinzeitwasser“, nennt es die Chefin. „Wir sorgen nur noch dafür, dass alle wichtigen Spurenelemente hinein kommen. Wie  Eisen, Kupfer, Stickstoff, Phosphor, Kali, Kalzium oder Mangan.“ Damit das Gemüse vor Schädlingen sicher sind, werden zwischen den Pflanzen vereinzelt Nützlinge angesiedelt. Zum Beispiel die Encarsia , eine kleine fast durchsichtige Schlupfwespe. Noch sind die Tierchen in der Verpuppungsphase, aber spätestens im März werden auch sie zu tun haben. Anfang März beginnen  dann auch die Arbeiten im benachbarten Folienzelt. Dort werden in diesem Jahr hängende Erdbeeren angebaut.

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