Ludwigslust : Die Neu-Aufnahme von Patienten besser im Blick

Stiftspropst Jürgen Stobbe beglückwünscht Bereichsleiterin Daniela Schult (2.v.l.) zum Start des Belegungsmanagements am Krankenhausstandort Ludwigslust. Sandy Jacobs-Malek und (l.) und Heike Laudan gehören als Belegungsmanagerinnen mit zum Team.
Stiftspropst Jürgen Stobbe beglückwünscht Bereichsleiterin Daniela Schult (2.v.l.) zum Start des Belegungsmanagements am Krankenhausstandort Ludwigslust. Sandy Jacobs-Malek und (l.) und Heike Laudan gehören als Belegungsmanagerinnen mit zum Team.

Belegungsmanagement im Krankenhaus Ludwigslust eröffnet, Standort Hagenow wird folgen.

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05. Februar 2018, 21:00 Uhr

Eine angenehme Melodie ertönt. „Anmeldung belegt“ leuchtet auf dem Schild vor der Tür hinter der Anmeldung im Krankenhaus Ludwigslust. Hier wurde im Beisein von Stiftspropst Jürgen Stobbe offiziell das Belegungsmanagement (BM) eröffnet. Mit diesem Angebot will der Krankenhausstandort Ludwigslust des Westmecklenburg Klinikums „Helene von Bülow “ neue Wege beschreiten. Entwickelt wurde das Belegungsmanagement, das es in MV bislang nur am Neubrandenburger Krankenhaus gibt, im Rahmen einer Projektarbeit. Von der Idee bis zum Startschuss sind zwei Jahre vergangen.

Täglich werden im Krankenhaus Ludwigslust zahlreiche Patienten aufgenommen. Viele kommen zu einem vereinbarten Termin, die meisten aber ungeplant über die Notaufnahme. Hinzu kommt, dass eine Abteilung überfüllt sein kann, während in der anderen noch Kapazitäten frei sind. Genau hier kommt das Belegungsmanagement ins Spiel. „Hier werden ab sofort die Aufnahmen geplant und koordiniert. Ziel ist es, zukünftig unnötige Wartezeiten für die Patienten zu vermeiden und die Abläufe transparenter zu gestalten“, so Pflegedirektorin Martina Seidel. Sie hat bei dem Projekt den Hut auf, beschäftigte sich in ihrer Bachelorarbeit mit diesem Thema. Federführend bei der Umsetzung war aber Bereichsleiterin Daniela Schult. „Sie hat das Projekt mit entwickelt“, ergänzt Martina Seidel. Für ihr Engagement und ihren Einsatz gab es für Daniela Schult von Jürgen Stobbe lobende Worte und einen Blumenstrauß.

„Auf diese Weise wollen wir uns den Anforderungen der Entwicklung im gesundheitlichen Bereich stellen, wo die Abläufe immer schneller und komplexer werden“ so Daniela Schult. „Wenn die Patienten zu uns in das Krankenhaus kommen, werden sie zunächst in den zentralen Wartebereich geleitet. Wir nehmen uns dann der Patienten an, informieren sie darüber, wie der weitere Tagesablauf sein wird, auf welche Stationen sie kommen werden. Dann folgt der übliche Ablauf für die Patienten mit Aufnahme, EKG, Blutabnahme“, erläutert Daniela Schult, die auch in der Notaufnahme tätig ist.

Das Krankenhaus in Ludwigslust schafft mit dem BM auch eine zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle für zuweisende Ärzte. Die Belegungsmanagerinnen Heike Laudan und Sandy Jakobs-Malek haben langjährige Erfahrungen im Krankenhaus, können Auskünfte geben und sind geschult, selbständig Terminierungen durchzuführen. Vorteile sind, dass es eine zentrale Ansprechperson gibt, die sich um alle Fragen kümmert, das Vermeiden und Verkürzen von Wartezeiten, transparente und nachvollziehbare Behandlungsabläufe sowie einfache Anmelde- und Kontaktverfahren. „Telefonisch ist das Belegungsmanagement im Krankenhaus Ludwigslust täglich von Montag bis Freitag von 7 bis 15.30 Uhr unter 03874-433 262 zu erreichen, per E-Mail unter belegungsmanagement@wwmk-hvb.de“, ergänzt Stiftspropst Jürgen Stobbe.

Die Beteiligten verstehen die Arbeit des BM als lernendes System. Es gibt Deutschlandweit bisher nur wenige Krankenhäuser mit einem Belegungsmanagement. Die Geschäftsführung plant, nach einer Lernphase ein Belegungsmanagement auch am Krankenhausstandort Hagenow einzuführen.

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