Grabow/Lübtheen : Eine ungewohnte Situation

Da war die Grabower Keglerwelt noch in Ordnung: In der Saison 2016/17 gewannen die GSV-Männer mit Bronze ihre bislang letzte Landesmeisterschaftsmedaille.
Da war die Grabower Keglerwelt noch in Ordnung: In der Saison 2016/17 gewannen die GSV-Männer mit Bronze ihre bislang letzte Landesmeisterschaftsmedaille.

Neben dem Lübtheener SV steigen auch die erfolgsverwöhnten Grabower Kegler aus der Landesliga ab

23-11441961_23-66107388_1416392027.JPG von
27. Juni 2020, 05:00 Uhr

Elf Wochen mussten die Kegler im Land auf ihren geliebten Sport verzichten. Jetzt rollen die Kugeln wieder, zunächst nur zu Trainingszwecken. Es gibt vom Landesverband ein speziell für diese Sportart zugeschnittenes Konzept. Die neue Saison soll Anfang September beginnen. Die Kegler hoffen auf einen reibungslosen Verlauf. Spezielle Regeln für das Wettkampfverhalten liegen noch nicht vor.

Ein Blick auf das zurückliegende Spieljahr: Die deutschen Meisterschaften wurden vom Spitzenverband, dem Deutschen Kegler- und Bowlingbund, gestrichen, die Bundesligasaison ohne Wertung annulliert.

In Mecklenburg-Vorpommern sah das etwas anders aus. Die Landeseinzelmeisterschaften wurden zwar ebenfalls ersatzlos gestrichen, aber die Dreibahnen-Titelkämpfe sowie die Paar- und die Vereinsmeisterschaften (Pokal) waren zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs bereits durch. Ebenso viele Staffeln. Da in anderen nur noch ein Turnier fehlte, wurde hier der Stand vor dem letzten Spieltag als Abschlusstabelle gewertet.

In der Landesliga war es für die Kreisvertreter eine bittere Saison. Lübtheener SV und Grabower SV sind aus der höchsten Landesspielklasse abgestiegen. Während sich die Concorden trotzdem gut schlugen und auf eine positive Entwicklung blicken können, ist die Situation für die erfolgsverwöhnten Eldestädter schon ungewohnt. Zu DDR-Zeiten Bezirksmeister und in der Oberliga aktiv, spielte man danach neben mehreren Jahren in der 2. Bundesliga immer in der höchsten Landesspielklasse, sieht man einmal von einer Saison ab. In 23 Jahren holten die Grabower fünfmal den Titel und insgesamt zwölf Medaillen. Im Pokal kamen weitere drei Titel und neun Medaillen hinzu.

Das Bild der Mannschaft hat sich inzwischen gewandelt. Viele leistungsstarke junge Spieler, einige sogar Bundeskader, sind nicht mehr da. Hauptsächlich aus beruflichen Gründen. Das Durchschnittsalter hat sich vom ersten Landestitel bis heute verdoppelt. Nur mit Erfahrung lässt sich gegen die oft halb so alten Teams schwer mithalten.

Mit diesem Problem haben auch die Lübtheener zu kämpfen. Es fehlt an Nachwuchs, mit dem sich langfristig planen lässt. Dennoch waren beide Mannschaften in der ausgeglichenen Liga absolut konkurrenzfähig. Nicht zuletzt deshalb sollten sie in der kommenden Saison in der Verbandsliga zu den Favoriten zu zählen sein und den direkter Wiederaufstieg im Visier haben.

Den umgekehrten Weg, aus der Verbands- in die Landesliga, nimmt der KC Goldberg. Damit bleibt der Kreis in der höchsten Landesspielklasse vertreten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen