Eldena : Er steht, der Pavillon von Eldena

Schnell noch ein Selfie: Landtagsabgeordnete Maika Friemann-Jennert hält ihr Handy vor die Partygäste.
Schnell noch ein Selfie: Landtagsabgeordnete Maika Friemann-Jennert hält ihr Handy vor die Partygäste.

Endlich war es soweit: Nach fast zwei Jahren konnte das Jugendprojekt eingeweiht werden

von
16. September 2019, 05:00 Uhr

Ein Hufeisen und vier Nägel. Glück soll es den jungen Leuten bringen, das Einweihungsgeschenk. Glück für alle weiteren Geschicke bezüglich ihres Pavillons. Denn nach zwei Jahren ist es endlich soweit: Er steht – größtenteils jedenfalls. Alle großen und kleinen Eldenaer wurden vom Jugendgemeinderat eingeladen, sich davon zu überzeugen und als ein kleines Dankeschön an alle Helfer – an einem lauen Sommerabend mit Bratwurst und Bier bei Lagerfeuerromantik, versteht sich. Und das kam gut an. „Natürlich hatten wir zwischendurch Durststrecken“, so Kathleen Köhn, Vorsitzende des Jugendgemeinderates. „Doch dann haben wir uns immer wieder gesagt: Es ist unser Projekt. Wir ziehen das jetzt durch.“

Ein Platz in der Gemeinde – ohne Erwachsene. „Das war es, was sich die Jugendlichen 2015 wünschten. Irgendwo zum Chillen, Musikhören und Abhängen“, erinnert sich Holger Tröger, Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins. Ein Pavillon sollte es sein, so einer wie in Bresegard bei Eldena.

Also wurde der Jugendgemeinderat ins Leben gerufen, bei dessen erster Sitzung 2016 der Pavillon auf den Tisch kam: Pläne wurden gemacht. Doch dann kam alles anders. Von der Idee, über die Finanzierung bis zur Umsetzung die reinste Odyssee: Pro Jahr fand dann eine Schrottsammelaktion statt – wie übrigens auch erst kürzlich. Hinzu kamen im vergangenen Jahr 3000 Euro Fördermittel vom Land. Deshalb war auch Landtagsabgeordnete Maika Friemann-Jennert (CDU) eingeladen, den Pavillon einzuweihen.

„Leider hatten wir vergessen eine Baugenehmigung zu beantragen“, sagt Kathleen Köhn. Ein Problem: Landesgelder sind an einen Zeitraum geknüpft. Eine Verlängerungsfrist musste her.

Aber auch die Bürger von Eldena fragten sich so langsam ob da noch etwas passiert, erinnert sich Holger Tröger.

Im Frühjahr 2019 ging es dann endlich los auf dem Gelände zwischen Sportplatz und alter Realschule: Baugrube ausheben, Fundament gelegt, pflastern, Holz streichen, Pavillon zusammenbauen. Alles mit Hilfe zahlreicher fleißiger Hände aus der Gemeinde. „Jeden Sonnabend Arbeitseinsatz“, erinnert sich Kathleen Köhn. „Da ließ die Beteiligung unsererseits manchmal zu Wünschen übrig.“

Für die Instandhaltung und die Sauberkeit am Platz sind die Jugendlichen selbst verantwortlich, sagt Bürgermeister Oliver Kann, so sei es abgemacht. Damit sie wertschätzen, was sie auf die Beine gestellt haben. Wenn nicht, so habe dies Konsequenzen – zu viel Vandalismus und Verschmutzung mussten die Eldenaer in letzter Zeit vor allem auf dem Spielplatz von Jugendlichen hinnehmen (SVZ berichtete).

„Da wir den Schlüssel für die Stromzufuhr haben, wissen wir ja auch wer gefeiert hat. Und wenn es dann aussieht wie auf einer Müllhalde, dann können wir denen Beine machen.“

Aber noch ist der Pavillon nicht komplett: Ein Dach fehlt, Wände und natürlich Sitzgelegenheiten. Palettenmöbel sind im Gespräch – selbst gemacht natürlich.





zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen