grabow : Für die Zukunft gut aufgestellt

So sah es im Juni dieses Jahres aus: Das Gebäude Kirchenstraße 19, das ehemalige Haus Jobus, ist eines der größten Fachwerkhäuser am Marktplatz und Stadtbild prägend. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Fachwerkhaus als Geschäftshaus für die Wohnungsbau- und Wohnungsverwaltungsgesellschaft mbH Grabow dienen.  Fotos: Michael Seifert (2)
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So sah es im Juni dieses Jahres aus: Das Gebäude Kirchenstraße 19, das ehemalige Haus Jobus, ist eines der größten Fachwerkhäuser am Marktplatz und Stadtbild prägend. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Fachwerkhaus als Geschäftshaus für die Wohnungsbau- und Wohnungsverwaltungsgesellschaft mbH Grabow dienen. Fotos: Michael Seifert (2)

Von der Stadtentwicklung über Gewerbeansiedlung an der A14 bis hin zum Museumskonzept – Bausteine im Projekt „Grabow 2020“

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29. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Die bunte Stadt an der Elde gewinnt zunehmend an Attraktivität und Lebensqualität – das Jahr 2017 hält dafür zahlreiche Beispiele parat. „Für die Stadt Grabow war es ein erfolgreiches Jahr. Zahlreiche Projekte konnten vorangebracht werden. So arbeiten wir im Städteverbund mit Ludwigslust und Neustadt-Glewe daran, uns als Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln und unsere Gewerbeflächen an der A14 überregional zu bewerben“, erläutert Bürgermeister Stefan Sternberg. „Mit dem Projekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ,Demografiewerkstatt Kommunen’ wollen wir unsere Stadt ,demografiefest’ machen und konkrete Maßnahmen entwickeln, damit unsere Stadt bei den aktuellen Herausforderungen noch lebenswerter und schöner wird.“


Maschinenhaus und Kirchenplatz saniert

Auch in der Städtebausanierung ist Grabow in diesem Jahr ein großes Stück vorangekommen. „Mit Hilfe der Landesregierung konnten wir städtebauliche Projekte abschließen, wie die Sanierung des Maschinenhauses in der Rosestraße sowie das Wohnhaus in der Canalstraße 12 und die Neugestaltung des Kirchenplatzes rund um die Stadtkirche St. Georg. Die Fassade des größten Fachwerkhauses am Markt, dem Jobushaus, erstrahlt bereits in neuem Glanz“, so Bürgermeister Sternberg. Ab Mitte 2018 werden auch die Bauarbeiten in diesem Gebäude fertiggestellt sein. Die WBV Wohnungsbau- und Wohnungsverwaltungs mbH wird dann ihre neuen Räume beziehen und mit ihrem Servicebüro für Mieter barrierearm erreichbar sein.

„An der Realiserung des Medizinischen Versorgungszentrums im Verwaltungsgebäude Berliner Straße 8a wird intensiv gearbeitet. Somit können auch die Planungen für das neue Verwaltungsgebäude in der Marktstraße 9 weitergehen“, wirft der Bürgermeister schon einmal einen Blick voraus.


Rundtour am Tag der Städtebauförderung

Mit der Enthüllung der Skulptur eines umgedrehten Fachwerkhauses im Oktober am Ortsausgang Grabow konnten sich viele Einheimische nicht anfreunden – Kunst polarisiert halt. Dem einen gefällt sie und dem anderen nicht.

Einem Grabower Unikum, Guste Trahn, wurde Mitte Dezember ein Denkmal gesetzt und somit das Projekt der Städtebausanierung „Kunst im Raum“ fortgeführt. Die Plastik steht an der Rehberger Brücke und zeigt gen Ludwigslust – die sieben Kilometer lange Strecke in die Ludwigsluster Lindenkonditorei ging Guste Trahn allwöchentlich zu Fuß.

„Für das kommende Jahr sind drei weitere Skulpturen geplant, die die vielfältige Industriegeschichte der Stadt zeigen: Die Rosebrauerei in der Rosestraße, die Goldleistenfabrik am Stadthafen sowie die Erbmühle am Pferdemarkt“, ergänzt der Bürgermeister.

Für den Tag der Städtebauförderung im Mai 2018 wird die Stadtverwaltung wieder eine Rundtour durch Grabow vorbereiten. Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen.

Im Rahmen eines Leader-Projektes soll im Museum das neue Konzept unter dem Motto „Museum der Vielfalt“ umgesetzt werden, so dass die geschichtlichen Besonderheiten der „Bunten Stadt an der Elde“ noch besser herausgestellt und erzählt werden – ein weiterer Baustein im Projekt „Grabow 2020“.


2018 bislang größtes Investitionspaket

Der Stadthaushalt ist für das kommende Jahr sehr gut aufgestellt. 2018 steht Grabow vor dem größten Investitionspaket seiner Geschichte. Dazu zählen u.a. die Fortsetzung der Kita-Sanierungen, die Planungen für die Erweiterung der Regionalschule „Friedrich Rohr“, die endgültige Fertigstellung der Sanierungsarbeiten im Waldbad, die Anschaffung von Fahrzeugen für die Feuerwehr und den Bauhof sowie die Planung der Ludwigsluster Chaussee und den Neubau der Rohrstraße.

Das geplante Investitionsprogramm umfasst ein Volumen von ca. sechs Millionen Euro, wobei etwa 2,7 Mio. Euro aus eigenen Mitteln der Stadt fließen. „Unser Engagement, weiteres Geld nach Grabow zu holen, zeigt also Wirkung“, so Stefan Sternberg. „Insgesamt ist der Haushalt trotz der zahlreichen Vorhaben ausgeglichen und wir können zuversichtlich in das neue Jahr blicken.“

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