Ludwigslust : Mit dem Tandem bei der Velo

Der eine heizt an, der andere ist der Käpt’n: Joshua (l.) und Carsten Rehbein auf dem Tandem.
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Der eine heizt an, der andere ist der Käpt’n: Joshua (l.) und Carsten Rehbein auf dem Tandem.

Mehrere hundert Starter radeln an beiden Tagen durch die Region

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16. September 2019, 05:00 Uhr

Seine Leidenschaft sind Räder – historische wie moderne. Carsten Rehbein nimmt zum vierten Mal an der Velo Classico teil. Dafür reist er aus Reinstorf in der Ostheide nach Ludwiglust. Dieses Mal mit einem Tandem. Viele „Wiederholungstäter“ tummeln sich in der Schlossstraße der Lindenstadt. Hier startet gleich die Velo Classico. Am zweiten Tag radeln die „Genießer“ und die „Diamanten“ dann durch die Region. Zwischen 30 und 45 Kilometer lang sind die beiden Touren.

Mit drin Carsten Rehbein und sein Sohn Joshua auf dem Tandem. „Das ist auch ein guter Beziehungstest“, sagt er kurz vorm Start der 45-Kilometer langen Genießer-Tour durch die Region mit zwei kulinarischen Haltepunkten. „Beim Tandem muss man eine Entscheidung treffen: Derjenige, der hinten sitzt, heizt an, muss aber dem Käpt’n vorne vertrauen. Der entscheidet nämlich, wo es langgeht“, erklärt der Reinstorfer. Auf seiner Vistienkarte steht: „Fahrradkultur in Vollzeit und aus Leidenschaft“. Das lebt Carsten Rehbein auch beruflich. „Ich schreibe für die Zeitschrift ,Cycle‘ und bin bei Rückenwind-Reisen angestellt“, erzählt Carsten Rehbein.

Wenn der Reinstorfer nicht mit dem Tandem unterwegs ist, dann radelt er auf Rennrädern durch die Region. Ihn interessiert aber alles, was zwei Räder hat. „Das Schöne ist einfach beim Fahrrad, dass ich alles selbst reparieren kann, damit es wieder läuft.“ Seinen Sohn Joshua hat er mit der Leidenschaft schon angesteckt. „Das fing schon früh an“, erzählt der 16-Jährige. Gut eine Stunde später sitzen Anheizer und Käpt’n auf dem Tandem, das schon mal mit 120 Stundenkilometern den Berg hinunterrauschen kann.

Veranstalter Detlef Koepke ist zufrieden: „Wir haben am Sonnabend schon 200 Teilnehmer gehabt.“ Auch am gestrigen Sonntag starten wieder viele – darunter auch wahre Hingucker in historischer Kleidung mit ihren Rad-Raritäten.

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