Senior „entließ“ sich aus Klinik – und verschwand

Ludwigsluster Polizei dankt allen, die Hinweise auf Gesuchten gaben

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29. Oktober 2019, 05:00 Uhr

„Wir möchten allen danken, die dazu beigetragen haben, dass die Suche nach dem Rentner erfolgreich abgeschlossen werden konnte.“ Das betonte Gilbert Küchler, Leiter des Polizeihauptreviers Ludwigslust, am gestrigen Montag gegenüber unserer Redaktion.

Das war zuvor geschehen: Ein 80-jähriger Patient hatte sich am Freitagvormittag sozusagen selbst aus stationärer Behandlung im Ludwigsluster Krankenhaus entlassen. Er hatte gegen 9.30 Uhr seinem Bettnachbarn gesagt, er „mache jetzt los“, packte seine Sachen und ging. Kurz danach informierte eine Ärztin die Polizei, die zunächst eine Nahbereichsfahndung auf dem Klinikgelände sowie in der Umgebung einleitete.

Gilbert Küchler: „Der Rentner wohnt in der Region Malliß. Wir vermuteten, dass er sich dorthin auf den Weg begeben haben könnte. Die Mitarbeiterin eines Geschäfts in Bahnhofsnähe sagte unseren Kollegen dann auch, sie habe einen Mann, auf den die Beschreibung des Gesuchten passe, in einen Bus einsteigen sehen.“ Nachdem die Polizei dann Kontakt zu dem Busunternehmen aufgenommen hatte, bestätigte sich die Vermutung. „Der Busfahrer konnte sich gut an den Senior erinnern, der im Bereich Malliß den Bus verlassen hatte“, so Hauptrevierleiter Küchler. Zuvor hatte die Lebensgefährtin des 80-Jährigen kurz telefonischen Kontakt zu ihm gehabt, der jedoch abriss.

Beamte des Polizeireviers und des Kriminaldauerdienstes suchten in der waldreichen Region nach dem Vermissten, auch ein Hubschrauber und ein Fährtenhund wurden angefordert, kamen aber nicht mehr zum Einsatz. Denn: Am frühen Abend kam ein weiterer Hinweis – diesmal von der Rettungsleitstelle. Passanten hatten dort angerufen und über eine möglicherweise hilfebedürftige Person auf dem Radweg zwischen Neu Kaliß und Dömitz informiert. Gilbert Küchler: „Die Prüfung ergab, dass es sich um den gesuchten Mann handelt. Ein Notarzt betreute ihn anschließend unter anderem wegen Dehydrierung. Der 80-Jährige wurde danach in ein Krankenhaus gebracht.“

Alle Hinweise, die an die Polizei gingen, trugen letztlich dazu bei, dass der Rentner gefunden und behandelt werden konnte. Entsprechend gelte der Dank allen Beteiligten, so Revierleiter Gilbert Küchler.

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