Ludwigslust : Strom aus dem eigenen Kraftwerk

Weihte die Anlage im Beisein von HSM-Inhaber Helfried Schreiber (l.) ein: Der ehemalige Landrat Rolf Christiansen.
Weihte die Anlage im Beisein von HSM-Inhaber Helfried Schreiber (l.) ein: Der ehemalige Landrat Rolf Christiansen.

Innovatives Energie-Management-System im Ludwigsluster Agrarshop eingeweiht.

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23. Oktober 2019, 20:00 Uhr

Den Traum vom eigenen Haus hat sich schon mancher erfüllt, aber dann auch noch das eigene „Kraftwerk“ im Haus zu haben, ist eher selten.

Der Ludwigsluster Agrarshop hat eine solche Anlage, die jetzt offiziell eingeweiht wurde. Die Anlage funktioniert, kurz beschrieben, so: Ein per Gas betriebener Motor betreibt einen Generator, der elektrischen Strom liefert. Bei dem Prozess wird gleichzeitig Wärme gewonnen. Das System „springt“ aber erst an, wenn die auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage nicht genug Strom liefert, zum Beispiel, wenn die Sonneneinstrahlung zu gering ist.

Allerdings kann die Anlage auch per Knopfdruck gestartet werden. Das zusätzlich installierte System „HANS“ speichert Energie, die zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht verbraucht wird. Damit wird gewährleistet, dass bei einer unzureichenden Energieerzeugung zusätzlicher Strom aus dem Netz nicht benötigt wird. Die Anlage ermöglicht so eine fast 100-prozentige Versorgung mit Eigenstrom, selbst wenn das öffentliche Netz ausgefallen ist.

Der ehemalige Landrat Rolf Christiansen weihte die Eigenversorgungsanlage, die von dem Unternehmen Schreiber HSM aus Boberow im Agrarshop Ludwigslust installiert wurde, jetzt per Knopfdruck ein. „Es ist wichtig, Lösungen zu finden, wie Gebäude so mit Strom und Wärme versorgt werden können, dass die Umwelt nicht belastet wird“, so Rolf Christiansen, der vor 20 Jahren bereits das erste Blockheizkraftwerk in Ludwigslust in Betrieb genommen hatte.

Der Ludwigsluster Agrarshop war vor knapp einem Jahr um- und ausgebaut worden. Wie Inhaber Wilfried Pisarski sagt, fielen früher jährlich rund 785 Euro Stromkosten an, die jetzt wegfallen.

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