Baudenkmäler : Melkof als Kirche des Jahres nominiert

<strong>Pastor Christian Lange</strong> mit dem Abstimmungsflyer, auf dem auch die Gutskirche Melkof abgebildet ist.<fotos> Thorsten Meier</fotos>
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Pastor Christian Lange mit dem Abstimmungsflyer, auf dem auch die Gutskirche Melkof abgebildet ist. Thorsten Meier

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04. Januar 2012, 12:28 Uhr

Romanisch oder gotisch, barock oder klassizistisch, Backstein, Fachwerk oder Jugendstil: 20 ganz unterschiedliche Kirchen aus vielen Teilen Deutschlands hat die Stiftung "KiBa" schon zur "Kirche des Monats" erklärt. Nun soll sogar die "Kirche des Jahres " ermittelt werden. Zu den 20 Anwärtern zählt auch die Gutskirche in Melkof. Das klassizistische Gotteshaus aus dem Jahre 1869 bildet zusammen mit dem englisch daherkommenden Schlosspark, um den sich neuerdings sogar ein Förderverein kümmert (SVZ berichtete bereits ) und dem Schloss ein schönes Beispiel eines Gutshofensembles des 19. Jahrhunderts.

Die Stiftung "KiBa" gründet vor allem auf dem Engagement und der Begeisterung vieler Menschen. Zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland zeichnet sie seit knapp zwei Jahren unter den Kirchengebäuden, die mit Mitteln der Stiftung saniert wurden, jeweils eine "Kirche des Monats" aus. Welches dieser Gotteshäuser nun zur "Kirche des Jahres" gewählt wird, liegt in der Hand von Menschen, die sich postalisch oder im Internet an der Aktion beteiligen. Die Abstimmung ist noch bis zum kommenden Freitag, dem 6. Januar, möglich, unter den Einsendern werden attraktive Preise verlost. Eine finanzielle Dotierung ist mit dem Preis "Kirche des Jahres" jedoch nicht verbunden.

"Dass die Kirche in Melkof überhaupt nominiert wurde, erfüllt unsere Kirchgemeinde mit großer Freude", erzählt Pastor Christian Lange. Der 31-Jährige ist seit März 2011 für die rund 1050 Christen der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Vellahn-Pritzier zuständig und betont, dass der fünfte Bauabschnitt der Notsanierung mittlerweile noch in 2011 abgeschlossen worden sei. "Von außen sieht die Kirche wieder richtig flott aus. Auch der Hausschwammbefall vom Dach über die Balken der Empore bis zum Fußboden und in die Wände hinein ist erfolgreich bekämpft worden. Die Putzarbeiten sind für dieses Jahr vorgesehen, je nach Finanzlage."

Der Seelsorger, der in Vellahn seinen Pfarrsitz hat, ist regelrecht begeistert, dass noch in diesem Jahr die Restauration von zwei Kronleuchtern in Angriff genommen werden soll. "Aus den ehemals drei sollen durch Ergänzung zwei werden. So können die Lampen wieder zum Leuchten gebracht werden." Und noch über ein weiteres Vorhaben berichtet der junge Pastor. "Wir wollen die Kirchturmuhr noch in diesem Jahr wieder zum Laufen bringen. Zwar ist sie bereits seit über 50 Jahren kaputt, und es fehlen die Zeiger, doch wir sind guter Hoffnung, sie wieder gangbar zu bekommen. Die erste Finanzierungshälfte steht bereits, die andere Hälfte hoffen wir über zahlreiche Spenden und Sponsoren einwerben zu können."

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