Geschlossene Kinderstation in Parchim : Druck auf Minister wächst

Notstand in der Klinik
Notstand in der Klinik

Es fehlen Ärzte auf der Kinderstation. Eine weitere Aklepsios-Kinderklinik steht auf dem Prüfstand.

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23. September 2019, 16:07 Uhr

Wegen der seit Pfingsten geschlossenen Kinderstation am Asklepios-Klinikum in Parchim wächst der Druck auf Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU). Der Minister habe mehr Engagement der Politik angekündigt, die Schließung bisher aber nicht beenden können, kritisierte der Vorsitzende der Fraktion Freie Wähler/BMV im Landtag, Bernhard Wildt, am Montag. Angeblich findet das Unternehmen keine Ärzte für die Station.

„Gerüchte gehen von einer gezielten Schließung aus ökonomischen Gründen aus“, so Wildt. In Sankt Augustin bei Bonn stehe auch die Asklepios-Kinderklinik auf dem Prüfstand.

Glawe müsse endlich Einblick in die Ziele gewinnen

Ein Asklepios-Sprecher sagte, beide Fälle hätten nichts miteinander zu tun. In St. Augustin sei es so, dass das Land Nordrhein-Westfalen die Uniklinik Bonn neu gebaut, dort ein Kinderherzzentrum errichtet und Personal vom Asklepios-Kinderherzzentrum in St. Augustin abgeworben habe. Damit stehe das Kinderherzzentrum bei Asklepios vor dem Aus, es sei aber für die Kinderklinik überlebensnotwendig. Für den Weiterbetrieb der Kinderklinik fordere Asklepios deshalb vom Land NRW einen Sicherungszuschlag.

Glawe müsse endlich Einblick in die Ziele von Asklepios gewinnen, forderte Wildt mit Blick auf Parchim. „Dieser Schwebezustand ist für die Menschen in der Region untragbar.“ Am Sonntag hatten nach Medienberichten rund 300 Menschen in Parchim für die Wiedereröffnung der Kinderstation demonstriert. Der Asklepios-Sprecher versicherte: „Wir suchen mit Nachdruck Ärzte für die Kinderstation in Parchim.“

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