Parchim : Andrang an der Kreismusikschule

Auftritt der Tanzklasse 2. Die Mädchen zeigten beim ersten Kindergartenkonzert in Parchim „Rechts, links, Schritt um Schritt“.
Foto:
Auftritt der Tanzklasse 2. Die Mädchen zeigten beim ersten Kindergartenkonzert in Parchim „Rechts, links, Schritt um Schritt“.

Wer ein Instrument erlernen will, kommt auf eine Warteliste . Schüler zeigen bei Kindergartenkonzerten in Parchim und Lübz ihr Können.

von
07. Februar 2018, 05:00 Uhr

Beifall von einem jungen Publikum für junge Künstler: Musikschüler zeigen zu Beginn der Winterferien bei Kindergartenkonzerten in Parchim und Lübz ihr Können an Klavier, Violine, Gitarre und anderen Instrumenten, in Tanz und Gesang. Im Publikum klatschen Kinder Beifall.

Die Kindergartenkonzerte haben Tradition. Es gab sie schon zu Vorwendezeiten in der Parchimer Region, erinnert sich ein Musiklehrer. An der Kreismusikschule Johann Matthias Sperger bleiben sie erhalten. Als ein Weg, um mögliche neue Interessenten für die Musikschule zu finden. Im Ludwigsluster Raum sind dafür Gesprächskonzerte Tradition.

Es gibt viele sehr junge Musikschüler. Die Nachfrage nach Unterricht ist im Bereich der Frühförderung vorhanden, sagt Schulleiter Bernd Jagutzki. Die Kreismusikschule hält für die Jüngsten im Alter zwischen 18 Monaten und drei Jahren einen Musikgarten in Lübz, Parchim und Ludwigslust offen. Für die Vier- bis Sechsjährigen bietet sie musikalische Früherziehung in Parchim, Lübz, Ludwigslust und Boizenburg an. Danach können kleine Interessenten ein Instrument erlernen oder verschiedene ausprobieren – mit dem Instrumentenkarussell.

Nicht nur bei Kindern gebe es eine wachsende Nachfrage, sagt Jagutzki. Auch bei Senioren. Derzeit sind 57 der insgesamt 1481 Schüler der kreislichen Einrichtung älter als 60 Jahre. Das Alter ist kein Hindernis, ein Instrument zu erlernen, so Jagutzki. „Eine gewisse Musikalität steckt in jedem.“ Der Schulleiter beobachtet, dass gerade ältere „noch einen ganz anderen Ehrgeiz entwickeln.“

Für Erwachsene, die zunächst nur ein Instrument ausprobieren wollen, bietet die Musikschule ganz spezielle Kurse mit achtmal Unterricht an. Danach können sie sich entscheiden.

Wer Lust hat auf Instrumentalunterricht, muss sich allerdings gedulden. Außer bei Tanz gibt es in allen Fächern Wartelisten.

Auf der Beliebtheitsskala der Schüler liegen weiter die Tasteninstrumente an erster Stelle. Die Gitarre, für die es ebenfalls eine starke Nachfrage gibt, ist vom zweiten Platz verdrängt worden durch die Kurse der Frühförderung. Neu ist der Kontrabass-Unterricht in Ludwigslust. Wenn sich der etabliert, ist an eine Ausweitung nach Parchim gedacht. Jagutzki kann sich vorstellen, an der Musikschule auch einmal das Fach Musical anzubieten, das Gesang, Tanz und Schauspiel vereint. Das sei allerdings noch nicht entschieden. Wichtig für den Schulleiter bei allen Angeboten: „Es soll keine Massenabfertigung sein. Qualität steht immer noch im Vordergrund.“ Der Schulleiter lobt das engagierter Lehrerteam und die Unterstützung des Landkreises für die Schule.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen