Asklepios Klinik Parchim : Babyboom hält an

Sandra Nebrich hält ihre kleine Tochter Martha auf dem Arm. Chefärztin Kathrin Sensen (l.) schenkt der jungen Mutter einen Blumenstrauß.
Sandra Nebrich hält ihre kleine Tochter Martha auf dem Arm. Chefärztin Kathrin Sensen (l.) schenkt der jungen Mutter einen Blumenstrauß.

Bereits über 500 Geburten in diesem Jahr in der Asklepios Klinik. Sandra Nebrich macht auch anderen Müttern eine Freude.

von
07. Dezember 2017, 20:45 Uhr

Glücklich hält Sandra Nebrich am Donnerstag ihr Baby im Arm. Die kleine Martha wurde am Dienstag in der Asklepios Klinik Parchim geboren. Chefärztin Kathrin Sensen macht der Mutter von mittlerweile fünf Kindern mit einem Blumenstrauß eine besondere Freude. Denn Sandra Nebrich erfreut hunderte andere junge Mütter, die in Parchim entbinden, mit selbst genähten Babymützchen. Sie nähe viel für ihre eigenen Kinder, verrät uns die Parchimerin. Und die Stoffreste, die dabei übrig bleiben, verwertet sie für die Mützen. „Einfach aus Spaß“, sagt Sandra Nebrich. Den hat sie umso mehr, wenn sie diese Mützen auf Babyköpfen auf Bildern im Internet auf der Homepage der Klinik sieht.

Martha Nebrich wog bei ihrer Geburt am 5. Dezember 2970 Gramm und war 47 Zentimeter groß. Ihre Geschwister, zwei Jungs und zwei Mädchen, sind 19, 16, sieben und vier Jahre alt. Ursprünglich wollten die Eltern zwei Kinder. Als die ersten beiden Sprösslinge größer wurden, entschieden sie sich aber für weitere Kinder, erfährt SVZ vom Vater Jens Nebrich.

In dieser Familie sind es jetzt also fünf Kinder. „Wir verzeichnen einen Trend zu dritten Kindern“, beobachtet Chefärztin Kathrin Sensen bei ihrer Tätigkeit auf der Geburtenstation. Ebenfalls ein Trend seit der Wende: Die Neugeborenen bringen mehr auf die Wage. Der schwerste Knabe, der bislang in diesem Jahr in Parchim geboren wurde, wog 5450 Gramm. Also fast elf Pfund, während Martha unter sechs liegt.

Martha Nebrich ist bereits das 519. Kind, das in diesem Jahr in der Parchimer Asklepios Klinik das Licht der Welt erblickte. Es war die 512. Geburt. Bei sieben davon kamen Zwillinge zur Welt. Nach den Anmeldungen für die nächste Zeit geht Kathrin Sensen davon aus, dass bis zum Jahresende etwa die Zahl der Geburten des Vorjahres erreicht wird . 2016 gab es 543 Geburten, darunter acht Zwillinge. Das war Rekord seit der Wende. Im Jahr 1992 zählte die Klinik 220 Geburten, 2000 waren es 407. In den vergangenen Jahren hat sich der Einzugsbereich vergrößert. Das half beim Babyboom.

Neben altbekannten Geburten bietet die Klinik auch alternative Gebärmethoden wie beispielsweise im Wasserbecken an. Doch letztere sind im Landkreis eher die Ausnahme, sagt Kathrin Sensen. Als erste Klinik in der Region bieten die Parchimer übrigens seit anderthalb Jahren den werdenden Müttern während der Wehen Lachgas als eine Möglichkeit zur Schmerzminderung an. Die Frauen bestimmen selbst, wie viel sie einatmen. Lachgas wurde bereits vor Jahrzehnten auf Geburtsstationen angewandt und erlebt derzeit eine Renaissance.

Bis auf ihr erstes Baby hat Sandra Nebrich übrigens alle ihre Kinder in Parchim zur Welt gebracht. „Ich habe mich hier immer wohl gefühlt“, so die Parchimerin. Vier ihrer Kinder wurden bei der Geburt durch Kathrin Sensen begleitet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen