Parchim : Dem Gasleck auf der Spur

Hansegas lässt Leitungen in 46 Orten überprüfen

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29. Mai 2019, 05:00 Uhr

Für die Sicherheit der Gasnetze sind in den kommenden Wochen die Gasspürer im Auftrag der Firma Hansegas im Landkreis Ludwigslust-Parchim unterwegs. Die Experten überprüfen die Leitungen in 46 Ortschaften. Darunter sind Barkow, Crivitz, Demen, Groß Godems, Karow, Kloddram, Matzlow, Quetzin und Stolpe.

Insgesamt werden in diesem Jahr rund 1230 Kilometer der Gasnetze im Gebiet von Hansegas von den Gasspürern überprüft. Das ist etwa ein Viertel des Gesamtnetzes.

Gasspüren ist kein Ausbildungsberuf. Eine technische Ausbildung und jahrelange Erfahrung – das komplette erste Jahr durch Anleitung eines erfahrenen Gasspürers – sowie das Ablegen einer Prüfung qualifizieren die Kollegen für diese sensible Tätigkeit. Mit Gasspürgerät und Tablet-PC ausgerüstet, macht sich der Gasspürer zu Fuß auf den Weg. Der PC zeigt die Lage der Gasleitungen, ob Hoch-, Mittel- oder Niederdruck, genau an, so dass die Gasspürer wissen, wo sie sich auf die Suche machen müssen.

Das Gerät saugt die Luft direkt über dem Boden ab und erkennt bereits kleinste Mengen an Gas in der Luft. Wenn es einen Schadenshinweis gibt, wird der Ursprung des Gases lokalisiert und festgestellt, ob es sich hierbei tatsächlich um austretendes Erdgas handelt oder beispielsweise um Faulgase aus dem Boden. Ist ein Schaden an einer Erdgasleitung vorhanden, klassifiziert der Gasspürer die Dringlichkeit und beauftragt, falls nötig, sofort die Behebung des Schadens.

Bis Oktober läuft ein Gasspürer, je nach Einsatzgebiet, etwa 600 bis 800 Kilometer. Bei Regen kann kein Gas gespürt werden, gleiches gilt bei Frost und Schnee, deshalb ist im Winter Pause.

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