Parchim : Den nächsten Sommer schon im Blick

Schwimmen lernen im Land der 1000 Seen: In diesem Sommer nahm der ASB etwa 2000 Kinder unter seine Fittiche.
Schwimmen lernen im Land der 1000 Seen: In diesem Sommer nahm der ASB etwa 2000 Kinder unter seine Fittiche.

Kaum ist die Badesaison zu Ende, stecken die Wasserretter beim ASB bereits mitten im Training – 17 neue Schwimmlehrer beenden ihre Ausbildung

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12. Oktober 2019, 16:00 Uhr

Nach der Saison ist vor der Saison: Kaum haben sich die letzten Badegäste aus den Freibädern verabschiedet, begann für die Wasserretter des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) schon die Vorbereitung auf das Badejahr 2020. „Von September bis April ist für unsere Rettungsschwimmer aller Stufen Trainingszeit“, verdeutlicht Wolfgang Westphal, Fachberater Rettungsschwimmen beim ASB-Kreisverband Schwerin-Parchim. Am Sonnabend nächster Woche steht der zweite Termin ins Haus: von 13 bis 17 Uhr wird in der Schwimmhalle des MediClin-Krankenhauses in der Seestadt Plau trainiert.

Bis zum Jahresende folgen noch zwei weitere Trainingstage am 16. November sowie am 21. Dezember. Ab Januar ist dann zweimal im Monat Training: jeweils am ersten und dritten Sonnabend. Außerdem startet zu Beginn des neuen Jahres eine neue Rettungsschwimmerausbildung in unterschiedlichen Niveaustufen, erfuhr SVZ von dem Fachberater.

Nachwuchs kann der ASB-Wasserrettungsdienst gar nicht genug bekommen: Allein in diesem Sommer mit Pracht-Badewetter wie aus dem Bilderbuch sorgten die Wasserretter des ASB-Kreisverbandes für ungetrübten Spaß an 19 Badestellen in der Region und sogar in Teterow, beziehungsweise als Unterstützung der Kollegen auf Usedom. Der personelle Aufwand ist von Badestelle zu Badestelle unterschiedlich: Während die ideal für Familien mit ihrem Nachwuchs geeignete kleinste Badestelle in Kreien mit einem Rettungsschwimmer besetzt ist, haben in Neustadt-Glewe zu Spitzenzeiten, etwa bei Veranstaltungen, teilweise bis zu zehn Mann ein Auge aufs Wasser. In der kommenden Saison wird der ASB zudem seinen Pool an ausgebildeten Schwimmlehrern weiter verstärken können: 17 angehende Schwimmlehrer beenden in wenigen Tagen ihre im Frühjahr gestartete, etwa 70-stündige Ausbildung. Sie umfasste auch Praktikumsphasen an zwei verschiedenen Badestellen.

Kindern und Erwachsenen das Schwimmen beizubringen, sieht der ASB-Wasserrettungsdienst neben der Ausbildung von Rettungsschwimmern und Schwimmlehrern als seine ureigenste Mission an. In der zurückliegenden Saison nahm der ASB in etwa 100 eigenen Kursen sowie als Partner von Schulen, die keine eigenen Schwimmlehrer haben, um die 2000 Schwimmkinder unter seine Fittiche. Vor allem an den Badestellen in Neustadt-Glewe, Demen, Brüel und am Kritzower See landeten viele Seepferdchen an.

Obwohl sich Wolfgang Westphal mit seinen 78 Jahren längst bequem zurücklehnen könnte, wird das Ehrenamt beim ASB-Wasserrettungsdienst auch weiterhin ein großer Lebensinhalt bleiben. „Man ist so drin und kommt nicht von ab“, möchte er um seine Motivation gar kein großes Gewese machen. Westphal machte seinen Rettungsschwimmerschein als Jugendlicher vor 65 Jahren. Seit 55 Jahren ist er als Lehrkraft in den Bereichen Wasserrettung und Erste Hilfe tätig. Bis zur Wende dürften um die 6000 bis 7000 Schüler unter seiner Obhut das Schwimmen erlernt haben, schätzt der Senior. Seit 1990 bildete er etwa 1300 Rettungsschwimmer in verschiedenen Stufen aus. Auch 111 Schwimmlehrer gingen in den vergangenen drei Jahrzehnten durch seine Schule, an der Ausbildung 40 weiterer war er mitbeteiligt.

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