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Parchimer Zeitung

23. November 2017 | 15:47 Uhr

Parchim : Der erste Brocken ist bald geschafft

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Ortsdurchfahrt der B 321 in Marnitz wird erneuert. Bauabschnitt Nummer 1 erreicht Ziellinie. Im kommenden Jahr geht es weiter.

von
erstellt am 11.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Der Rundgang durchs Dorf gehört für Bürgermeister Hans-Jürgen Buchholz täglich dazu. Und in seinem Heimatdorf Marnitz tut sich wieder einmal eine Menge. „Es ist das größte Bauvorhaben seit Jahren. Darauf haben wir lange gewartet und sind froh, dass sich die Ortsdurchfahrt der B 321 damit grundlegend verändert“, so Hans-Jürgen Buchholz. Mit Ingolf Ehrhardt, der von Amts wegen das Bauprojekt überwacht ist sich der Bürgermeister einig: „Es läuft gut, die Arbeiten liegen im Plan und nach rund acht Wochen ist das Ende bereits abzusehen“. Bewährt habe sich die aus Sicht der Gemeinde alternativlose Variante, die Ortsdurchfahrt während der Bauarbeiten komplett zu sperren. Die vorübergehenden Umleitungsstrecken, fast wie eine kleine Umgehungsstraße, funktionieren ziemlich reibungslos. Dabei war insbesondere zu berücksichtigen, dass mit der Ortsdurchfahrt auch die wichtige Zubringerstraße zur Autobahn 24 beeinträchtigt ist.

„Die Zusammenarbeit zwischen Amt, Gemeinde und dem Hauptauftragnehmer, der Baufirma Koch aus Malchin klappt reibungslos“, freut sich Hans-Jürgen Buchholz. Wichtig ist ihm, dass die Anwohner mit ihren Anliegen und Sorgen Gehör finden. Jeweils am Freitag um 9 Uhr haben die Marnitzer die Möglicheit vor Ort mit den Bauleuten Einzelfragen zu klären.

„Mit der neuen Straße wird die Visitenkarte von Marnitz tüchtig aufpoliert“, ist sich der Bürgermeister sicher. Dazu dürften auch die Veränderungen gegenüber der bisherigen Ortsdurchfahrt beitragen. Die neue Straße wird um rund einen Meter schmaler, erfüllt damit durchaus die gesetzlichen Vorgaben, aber ermöglicht auch einen vernünftigen Geh- und Radweg. In der Gemeinde hofft man, dass damit auch das zu schnelle Fahren künftig ausgebremst wird. Denn für Laster, die sich begegnen wird es schon enger und im Interesse der Außenspiegel werden die Fahrer sicherlich besonnen reagieren und langsam durchs Dorf fahren. Ein vor Jahren angedachter Überweg ist allerdings nicht geplant. Dafür sind die Verkehrsströme nicht stark genug. Der erste, rund 400 Meter lange Bauabschnitt soll in wenigen Tagen fertig sein. Mit der neuen Asphaltdecke, die nur noch durch plötzlichen Frost Probleme bekommen könnte, rollt dann auch wieder der Verkehr. Neugestaltet wird auch der Übergang für Fußgänger und Radfahrer auf der Kreuzung zur Bahnhofsstraße. Mit einer Verkehrsinsel wird auch den Bedürfnissen von Kindern und Rollatornutzern besser Rechnung getragen.

Der zweite und dritte Bauabschnitt der Sanierung der Ortsdurchfahrt soll im kommenden Jahr folgen. Vorbereitet werden entsprechende Ausschreibungen. „Dafür sind neue Umleitungsstrecken und ein genauer Zeitplan wichtig. Wir gehen davon aus, dass nur in den Schulferien gebaut werden kann, weil auch die Zufahrtsstraßen zur Schule betroffen sind“, so der Bürgermeister. Wenn alles wunschgemäß läuft, könnten sich die Marnitzer im kommenden Jahr über eine komplett neue Ortsdurchfahrt freuen. „Es hat sich gelohnt, Klinken zu putzen“, ist sich Hans-Jürgen Buchholz sicher. Für die Anwohner ist dies eine zusätzliche Motivation, ihre Vorgärten noch schöner zu gestalten. „Es ist ein weiterer Schritt, das Dorf auch für Neubürger und vor allem junge Familien attraktiv zu machen. Die Zuzüge und die Bauvorhaben sprechen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, meint Hans-Jürgen Buchholz. Die Infrastruktur mit Arzt, Schule, Sparkasse, Laden, Apotheke, Seniorenheim, Sportstätten, Feuerwehr... macht Marnitz inzwischen zum Ausnahmedorf.

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