Parchim : Erinnerungen gefragt

Nachträglich kolorierter Blick in die Lindenstraße um 1920
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Nachträglich kolorierter Blick in die Lindenstraße um 1920

Parchim früher – heute, Teil 14: Kaufleute und Handwerker brachten Aufschwung in die Altstadt

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12. Oktober 2019, 05:00 Uhr

Im aktuellen Beitrag unserer Serie „Parchim früher – heute“ geht es noch einmal um das Umfeld des Stadtmuseums, das ab 1900 auch einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte, der mit dem heutigen Belebungsgrad nicht zu vergleichen ist. Ausdruck dafür ist unter anderem das bis heute an der Kreuzung Tempelstraße/Lindenstraße erhalten gebliebene einstige Kaufhaus, das 1915 eröffnet wurde. Auf die Erbauungszeit weisen Jugendstilelemente in der Fassade des prachtvollen Gebäudes hin. Originale Werbe-Buchstaben finden sich noch an der höchsten Stelle der zur St.-Georgen-Kirche hinzeigenden Außenwand. Das einstige Kaufhaus, das einmal einer jüdischen Familie gehörte und in dem zu DDR-Zeiten Möbel verkauft wurden, steht seit vielen Jahren leer. Auf einer historischen, nachträglich kolorierten Ansicht der Straße (schätzungsweise um 1920), die als Postkarte im Stadtmuseum zu haben ist, sieht man auf der linken Seite das Geschäft eines „Barbiers“ mit einer glänzenden runden Schale, die anzeigt, dass warmes Wasser zum Rasieren vorhanden ist. Außer dem Friseur haben in dem Straßenabschnitt von der Tempelstraße bis zu den Wallanlagen damals noch folgende Handwerker und Kaufleute ihre Geschäfte: Auf der südlichen Straßenseite je ein Uhrmacher, Eisenwarenhändler, Elektromeister, Tuchkaufmann, Tischlermeister, Tapezierer, Rohrdachdecker, Pantinenmacher, Stellmachermeister, Malermeister, Viehhändler und Bäckermeister. Auf der nördlichen Straßenseite waren es je ein Schuhmacher, Tischlermeister, Konditor, Glasermeister, Bauunternehmer, Schneider, Schlosser, eine Gärtnerin und zwei Malermeister. Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, etwa durch Verwandte oder sogar noch selbst Erinnerungen an ein Parchim haben, das sein Gesicht stark verändert hat, und uns davon berichten möchten, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf: Per E-Mail (parchim@svz.de) beziehungsweise persönlich durch ein Gespräch in der Redaktion am Ziegenmarkt oder telefonisch unter 0 38 71 / 62 20 81 91.

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