Parchim : Mehr Zeit für die Ehrenamtler

Freude über die Förderung: Julia Klöckner, Bundesministerin für die ländlichen Räume, und Prof. Dr. Hans-Günter Henneke, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Landkreistages, übergaben den Förderbescheid für das Verbundprojekt „Hauptamt stärkt Ehrenamt“ an Heidrun Dräger, Leiterin des Büros für Chancengleichheit beim Landkreis Ludwigslust-Parchim.
Freude über die Förderung: Julia Klöckner, Bundesministerin für die ländlichen Räume, und Prof. Dr. Hans-Günter Henneke, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Landkreistages, übergaben den Förderbescheid für das Verbundprojekt „Hauptamt stärkt Ehrenamt“ an Heidrun Dräger, Leiterin des Büros für Chancengleichheit beim Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Landkreis bekommt 400000 Euro im Verbundprojekt „Hauptamt stärkt Ehrenamt“ und will damit bürokratische Hürden abbauen und Helfer vernetzen

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04. Dezember 2019, 05:00 Uhr

Ehrenamtler besser unterstützen und bürokratische Hürden abbauen: Das soll ein Verbundprojekt in deutschlandweit 18 Landkreisen erproben. Mit dabei im Projekt „Hauptamt stärkt Ehrenamt“ ist auch der Landkreis Ludwigslust-Parchim. Den Startschuss für das gemeinsame Vorhaben mit dem Deutschen Landkreistag gab die Bundesministerin für die ländlichen Räume, Julia Klöckner, kürzlich in Berlin. Es soll modellhaft geprobt werden, wie auf Kreisebene erfolgreich und nachhaltig Strukturen aufgebaut werden können, mit denen Ehrenamtler begleitet und unterstützt werden. Von Januar 2020 bis Dezember 2022 erhält Ludwigslust-Parchim eine Förderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in Höhe von rund 400 000 Euro aus dem ‚Bundesprogramm Ländliche Entwicklung‘. Der Landkreis trägt einen Eigenanteil von insgesamt 50 000 Euro für den dreijährigen Projektzeitraum. Aus den Erkenntnissen soll ein „Praxis-Leitfaden“ erarbeitet werden, der anderen Landkreisen Hilfestellung beim Aufbau oder dem Ausbau von hauptamtlichen Strukturen zur Stärkung des Ehrenamts gibt. Im Rahmen des Verbundprojektes werden beim Landkreis Ludwigslust-Parchim zwei Koordinierungsstellen geschaffen, die als „Netzwerkstelle“ die verschiedenen ehrenamtlichen Akteurinnen und Akteure im Landkreis zusammenbringt. Diese Koordinatoren für das Ehrenamt sollen konkrete Ansprechpartner sein, an die sich engagierte Bürger oder am Ehrenamt Interessierte wenden können. Die Netzwerkstellen werden im Büro für Chancengleichheit des Landkreises angesiedelt sein. „Durch die Schaffung der hauptamtlichen Anlaufstellen wollen wir die Angebote für Ehrenamtliche verbessern, einen Überblick geben, wo man sich freiwillig engagieren kann, Fortbildungsangebote anbieten oder solche von anderen Anbietern aufzeigen“, erklärt Heidrun Dräger, Leiterin des Büros für Chancengleichheit. Mit der Beteiligung verbinde man die Erwartung, mit neuen Strukturen den Herausforderungen ehrenamtlicher Arbeit im ländlichen Raum besser gerecht zu werden. Neue Ansprechpersonen in der Verwaltung, die auch vor Ort auf ehrenamtlich Engagierte zugehen, beraten und helfen, dürften diesen Prozess maßgeblich unterstützen, ist sich Heidrun Dräger sicher.


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