Parchim : Schwäne im Slater Moor angefroren?

In Ruhestellung sparen die Schwäne, und auch die Stockente davor, Energie in den frostigen Tagen.
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In Ruhestellung sparen die Schwäne, und auch die Stockente davor, Energie in den frostigen Tagen.

Spaziergänger machen sich Sorgen um die Wasservögel. Gesunde Tiere sind von der Natur mit einer Art „Frostschutzmittel“ ausgestattet.

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08. Februar 2018, 05:00 Uhr

Was für ein Wintertag! Und doch machen sich Spaziergänger sorgen. „Sind die Schwäne, die im Slater Moor auf dem Eis ein Nickerchen machen womöglich angefroren“, fragten sich gestern Parchimer, die einen einen Spaziergang in das kleine Teichgebiet südlich der Kreisstadt unternommen hatten.

Schon von weitem, wenn man den Feldweg zum Slater Moor herunter geht, fallen die großen weißen Vögel, die regungslos mitten auf dem Teich liegen, ins Auge. Beobachtet man die Wasservögel einige Zeit, wird schon klar: Angefroren sind sie nicht. Ab und zu recken die Schwäne den Hals in die Wintersonne oder breiten in voller Pracht ihre Flügel aus. Sicher gab es schon Beispiele von angefrorenen Schwänen oder anderen Wasservögeln bei extremer Kälte. Aber meist erwiesen sich diese Tiere als geschwächt oder krank, so dass bei ihnen das von der Natur vorgesehene Wärmeaustausch-System nicht mehr richtig funktioniert.

In der Regel frieren die Tiere aber nicht fest, sondern sitzen auch auf dem Eis ganz still, um Energie zu sparen. Deshalb sollten Spaziergänge die Vögel auch nicht stören und zur Flucht bewegen, da es den Tieren zu viel Kraft kostet. Gesunde Wasservögel haben von Natur aus in den Beinen ein System fein verzweigter Adern, die dem Wärmeaustausch dienen. Dort im Inneren gibt das fußwärts fließende Blut Wärme an das körperwärts fließende Blut ab. Die Füße bleiben an der Oberfläche kalt und es wird wertvolle Energie gespart. Auch sonst sind Wasservögel gut ausgestattet, um frostige Tage unbeschadet zu überstehen. Wetterfeste Deckfedern schützen die wärmenden Daunen vor Kälte und Nässe. Ein öliges Sekret aus der Bürzeldrüse, mit dem sich die Vögel einfetten, schützt außerdem vor Nässe und Kälte.


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