Parchim : Vom Zauberwald in die Arche

Projektleiterin Sabrina Peters (l.) freute sich gestern mit den Akteuren über die gelungene Premiere.
Projektleiterin Sabrina Peters (l.) freute sich gestern mit den Akteuren über die gelungene Premiere.

Projekt „Puppen und Theater“ präsentierte gestern erneut ein märchenhaftes Stück. Weitere Aufführungen im Spatzennest und Kinderland.

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07. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Premierenfieber gestern in der Parchimer „Arche Noah“: Die Mitwirkenden des Projektes „Puppen und Theater“ präsentierten als Nikolausüberraschung in der evangelischen Kindertagesstätte ihr selbst erdachtes und in Form gebrachtes Puppentheaterstück: Die reizend in Szene gesetzte Geschichte dreht sich um die verschwundene Lieblingskrone der Prinzessin Anna. Natürlich gab es ein Happy End. Mit Hilfe der Kinder gelang es sogar, dem Räuber Klaufix unter dem Tannenbaum das Versprechen abzuringen, nie wieder lange Finger zu machen.

Kaum zu glauben, dass von der ersten Begegnung der acht Mitwirkenden dieses Projektes in Trägerschaft der BBS Start GmbH bis zur gelungenen Premiere nur ein Monat und drei Tage vergangen sind. Das führt sich auch Sabrina Peters voller Respekt vor Augen. Sie leitet zum ersten Mal eine Gruppe des vor anderthalb Jahren aus der Taufe gehobenen Projektes „Puppen und Theater“. Beeindruckt habe sie, mit wie viel Herzblut sich die Teilnehmer ans Werk machten.

Ein ausgesprochen geschicktes Händchen bewiesen die Puppentheatermacher auf Zeit bei der Gestaltung der Kulisse: Mit Liebe zum Detail schufen sie die Handpuppen sowie eine transportable Bühne, die so zauberhaft schön ist, dass sie hoffentlich noch an vielen Schauplätzen aufgebaut wird. Heute gastiert das kleine Ensemble im Parchimer Spatzennest. Am 15. Dezember wird es den Jungen und Mädchen aus dem „Kinderland“ die lange Wartezeit aufs Fest verkürzen. Zwischendurch präsentieren Christine Schmidt, Kerstin Uplegger, Gudrun Frank, Wolfgang Kuschkowitz, Jörg Loeppke, Cornelia Kloss, Inés Ceylan sowie eine kreativ begnadete Teilnehmerin, die nicht öffentlich genannt werden möchte, den schönen Erfolg im Jobcenter. Das ermöglicht den Teilnehmern nämlich diese dreimonatige Maßnahme. Vier von ihnen konnten sich bereits in einem der beiden vorangegangenen Projekte einbringen, darunter Cornelia Kloss: „Ich habe sofort freudig zugesagt, als mir noch einmal diese Gelegenheit geboten wurde. Es macht uns allen viel Spaß. Wir sind eine gute Gemeinschaft, in die sich jeder mit seinen Möglichkeiten einbringen kann“, findet Cornelia Kloss. Gestern ernteten sie und die anderen sieben Mitstreiter den schönsten Lohn für ihre Mühen: leuchtende Kinderaugen und jede Menge Applaus. In der Luft schwebte zudem das wohltuende Gefühl, in der „Arche Noah“ willkommen zu sein. Kita-Leiterin Bettina Stüwe: „Dieses Projekt verdient unsere Unterstützung. Mit allen Kindern ins Theater zu gehen, wäre für uns organisatorisch schwer zu bewältigen. Um so schöner ist es, wenn jemand eine Vorstellung bei uns im Haus gibt.“

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