Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

In Quitzow fahren Kühe Melkkarussell Kuhstall mit modernster Technik

Von Doris Ritzka | 03.11.2017, 21:00 Uhr

Agrargenossenschaft Quitzow investiert 2,3 Millionen Euro, um Bedingungen zu verbessern und noch effektiver zu werden.

Parallel zu den derzeit noch laufenden Arbeiten auf den Schlägen wird in der Agrargenossenschaft Quitzow auch wieder gebaut, ist von Geschäftsführer Edwin Grönboldt zu erfahren. Ein neuer Kuhstall entsteht in direkter Nachbarschaft des jetzigen. Wo noch vor einigen Monaten die alte Siloanlage ihren Platz hatte, nimmt der neue Stall bereits feste Konturen an.

1993 erbaut, sei der jetzige Stall samt Technik nun auch schon wieder 24 Jahre alt. „Die Zeit hat uns faktisch schon wieder eingeholt“, so der Geschäftsführer. 90 Plätze sollen mit dem neuen Stall in Quitzow dazu kommen, so dass „alle unsere Kühe dann hier an einem Standort untergebracht sind“, fügt Edwin Grönboldt an. Derzeit stehen 270 Milchkühe in Quitzow und knapp 200 in Baek. Die Milchproduktion in Baek wird mit dem neuen Stall dann eingestellt. „Wir werden dann zwar rund 100 Tiere weniger haben, aber ein ganzes Stück effektiver sein“, überschlägt der Geschäftsführer.

Investiert werde mit dem Stallneubau auch in neue, moderne Technik, sprich in ein Melkzentrum mit Melkkarussell, das 28 Plätze vorhält. „Das alte Melkzentrum im Stall vis a vis wird dann abgerissen und der Stall selbst, der auch längst in die Jahre gekommen ist, komplett saniert.

Klein aber fein, so umschreibt Grönboldt lächelnd das, was jetzt hier entsteht. Denn zugleich verbessern sich nicht nur die Bedingungen für die Tiere, „sie werden insbesondere im neuen Stall mehr Platz haben“, so Grönboldt, sondern auch die für die Mitarbeiter. Moderne Technik und den heutigen Anforderungen entsprechende sanitäre Anlagen machen es möglich.

Fertig und längst schon in Betrieb ist die neue Siloanlage, die sich ebenso in direkter Nachbarschaft befindet. „Ab dem ersten Grasschnitt wurde hier schon eingelagert“, erläutert der Geschäftsführer. Damit sei man auch hier auf die künftige Tiergröße eingestellt.

Derweil ist die Dachkonstruktion für den neuen Stall montiert. „Jetzt geht es darum, alles winterfest zu machen, damit in der kalten Jahreszeit der Innenausbau erfolgen kann.“

Im Frühjahr soll alles fertig sein. Und dann will man auch Schülern oder den Gästen des Neuen Hennigs Hofes gern einen Blick in den Stall gewähren. Von einer Art Traverse aus können sie den Melkprozess dann live mitverfolgen. Das Interesse sei da, so der Geschäftsführer und verweist auf die Touristen, die schon jetzt insbesondere die Kälber in ihren Iglu-Kinderstuben beobachten. „Wenn wir Nachwuchs für die Landwirtschaft und Verständnis für unsere Arbeit erreichen wollen, dann müssen wir auch zeigen, was Landwirtschaft ist“, betont Edwin Grönboldt.