Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Tourismus Mehr Chancen bei der Weichenstellung

Von Simone Herbst | 21.11.2017, 21:00 Uhr

Plaus Tourismus-Chef im Vorstand des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte. Hier will er stärker die Belange der Region einbringen

Beim touristischen Marketing arbeitet Plau, die Urlauberperle im Landkreis schlechthin, längst schon mit dem Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte zusammen. Der Synergieeffekte wegen. Jetzt ist der Luftkurort erstmals auch mit Man-Power im Verbandsvorstand vertreten. Michael Wufka, Geschäftsführer der Tourist Info Plau am See GmbH, hatte – letztlich auch auf Drängen hiesiger Unternehmer – kandidiert und das Vertrauen der Mitgliederversammlung erhalten. In den nächsten vier Jahren kann und wird er den Kurs im Verband also mitbestimmen. „Ich sehe darin eine große Chance, die erforderlichen Strukturen für einen starken Tourismus in der gesamten Mecklenburgischen Seenplatte mitzugestalten und dabei auch erforderliche Weichen für unsere Region zu stellen“, sagte Wufka gegenüber SVZ. Bedarf gebe es genug, so der Geschäftsführer, führt den notwendigen Ausbau der Infrastruktur an, gerade auch was das noch immer lückenhafte Radwegenetz in der Region betrifft, nennt die Finanzierung des Marketings (für die das Land seine Mittel in 2018 drastisch kürzen will), und er spricht natürlich vom Breitbandausbau, der mit den geplanten Investitionen der Wemacom endlich hoffen lässt. Rückendeckung für das Engagement im Verbandsvorstand erhält der Tourismus-Chef von der Verwaltung. Dort sieht man den Mehrwert.

Für Plau war es in den zurückliegenden Jahren immer bergauf gegangen. 2016 lagen die Übernachtungszahlen bei 471 964. 2017 wird der Luftkurort erstmals ein Minus verzeichnen. „Die endgültigen Zahlen liegen noch nicht vor, da der Bereich Privatvermietung erst mit der Kurtaxe abgerechnet wird“, erklärt Wufka und geht von ca. minus fünf Prozent aus, was nicht dramatisch sei. Nichtsdestotrotz sind die touristischen Macher im Luftkurort gewarnt.

Mehr lesen Sie in der Printausgabe und im e-Paper.