Baek : Das Leben vor Ort gestalten

Catrin Hannken vom Bundesbildungsministerium (links) und Walter Hirche von der Deutschen Unesco-Kommission überreichen Silke Kipper (2.v.links) und Jana Reiche vom Landweg e.V. die Auszeichnung.
Catrin Hannken vom Bundesbildungsministerium (links) und Walter Hirche von der Deutschen Unesco-Kommission überreichen Silke Kipper (2.v.links) und Jana Reiche vom Landweg e.V. die Auszeichnung.

Landweg e.V. wurde in der Kategorie Lernorte als herausragende Bildungsinitiative für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.

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22. November 2019, 12:00 Uhr

Der Landweg e.V., der in Baek eine Kita und eine Grundschule betreibt, ist seit Mittwochabend ein Lernort mit Auszeichnung. Im Futurium in Berlin gehörte der Verein zu den 55 Lernorten deutschlandweit, die diese Auszeichnung „für ihr herausragendes Engagement für Bildung für nachhaltige Entwicklung“ erhielten.

„Wir sehen uns mit dieser Ehrung in unserer Arbeit bestätigt“, so Lehrerin Silke Kipper, die verantwortliche Koordinatorin für die nachhaltige Entwicklung. Gemeinsam mit Schulleiterin Jana Reiche hatte sie die Auszeichnung von Catrin Hannken, Referatsleiterin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, sowie Walter Hirche von der Deutschen Unesco-Kommission entgegengenommen.

Die Jury hat überzeugt, dass der Landweg e.V. „Bildung für nachhaltige Entwicklung an seinem Lernorten verankert“. Silke Kipper hebt hervor, dass sich die Nachhaltigkeit nicht nur auf das Thema Umwelt beschränke. „Die Schüler an unserer Schule bekommen ein eigenes Demokratieverständnis, lernen Konflikte zu lösen“, so Kipper. Als der Verein 2001 mit der Schule an den Start ging, standen Themen der Nachhaltigkeit wie Biodiversität, Partizipationschancen, Umweltschutz und Interkulturalität im Schulkonzept. Und so haben die Kinder die Möglichkeit, jahrgangs- und fächerübergreifend eigenständig Themenschwerpunkte zu setzen und Projekte zu initiieren. So hebt die Jury in ihrer Begründung hervor, „dass sich nicht nur die Lehr- und Lernangebote, sondern auch die Ausstattung und Bewirtschaftung des Vereins an allen drei Nachhaltigkeitsdimensionen - ökonomische, ökologische und soziale – orientieren.“

„Wir sind auf dem Weg“, sagt Silke Kipper über die Arbeit in Kita und Schule. So seinen die Pädagogen immer wieder auf Partnersuche in der Region, die ins Unterrichtsgeschehen eingebunden werden. So konnten erst jüngst wieder die Länderinnen mit ihrer Unterrichtsstunde zum Erntedank von der 1. Klasse begrüßt werden. „Sie sind gern gesehene Gäste in unserem Haus“, so Kipper. Aber auch Besuche auf einem Ökobauernhof gehören inzwischen zum Bildungsprogramm.

Der Landweg e.V. will mit seinen Konzepten für die Nachhaltigkeit mit den Kindern, aber auch mit den Eltern das Leben vor Ort mitgestalten. Dazu gehört die Gestaltung des Schulhauses und des Außengeländes ebenso wie die Vollwertküche. „Hier werden die Mahlzeiten täglich frisch zubereitet“, so die Koordinatorin. „Zum Einsatz kommen dabei in der Regel Lebensmittel aus der Region. Und auch die Kinder helfen bei der Zubereitung mit.“

Für ein Jahr sind Schule und Kita des Landweg e.V. ein Lernort mit Auszeichnung. Gestern wurden die Kinder über die Auszeichnung informiert. „Auch haben wir ihnen die Fahne gezeigt, die wir bekommen haben“, so Kipper. In Baek ist man stolz auf diese Ehrung. Aus dem Land Brandenburg wurde noch die Biosphäre Potsdam ausgezeichnet.

In Baek wird auch in Zukunft das Konzept zur Nachhaltigkeit umgesetzt, sagt Kipper. Die Auszeichnung sei auch ein Motivationsschub, um die nächsten Projekte anzugehen, das Leben auch in Zukunft gemeinsam zu gestalten.

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