Wittenberge/Perleberg : Ehrendes Gedenken zum 8. Mai

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09. Mai 2019, 05:00 Uhr

In das Gedenken der Opfer von Kriegs- und Gewaltherrschaft am 8. Mai beziehe man bewusst alle Völker ein, die die Unmenschlichkeit des Krieges erleiden mussten, betont Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura. Viele waren gekommen – Bürger, Vertreter aus Politik und Verwaltung, Schüler des Gottfried-Arnold-Gymnasiums – die sich gemeinsam mit russischen Gästen vor den toten russischen Soldaten verneigten, die auf dem Perleberger Ehrenfriedhof ihre letzte Ruhe fanden. Es gibt drei Dinge, dies sich nicht vereinbaren lassen, so die Bürgermeisterin: Intelligenz, Anstand und Nationalsozialismus. Wer anständig und intelligent ist, der ist kein Nazi. Wo Rechtspopulismus und Rechtsextremismus versuchen Fuß zu fassen, da seien wir gefragt, zu informieren, zu hinterfragen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Am 26. Mai seien wir Europäer und es sei wichtig, wenn wir wählen, denn „wir brauchen die europäische Union“.

In Wittenberge legten Bürgermeister Oliver Hermann und Karsten Korup, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, anlässlich des Tages der Befreiung auf dem Ehrenfriedhof am Rathaus einen Kranz nieder. Auf den zwei Grabfeldern fanden 49 im Kampf gefallene Rotarmisten und 156 sowjetische Zwangsarbeiter ihre letzte Ruhe.

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