Wittenberger Schützengilde : Einbrecher stehlen Gilde-Gewehre

Ein Suhl Sport Modell 49 a (vorn) und ein Luftdruckgewehr der Marke Beikal 38 c. Waffen dieser beiden Typen wurden beim Einbruch in die Wekstatt der Schützengilde entwendet.
Ein Suhl Sport Modell 49 a (vorn) und ein Luftdruckgewehr der Marke Beikal 38 c. Waffen dieser beiden Typen wurden beim Einbruch in die Wekstatt der Schützengilde entwendet.

Sieben Luftdruckgewehre mit Repetierer aus DDR-Zeiten entwendet

23-11368052_23-66107971_1416392404.JPG von
11. Mai 2020, 20:00 Uhr

„Ich bin so was von wütend.“ Ingo Rodowski, Präsident der Wittenberger Schützengilde von 1582, sagt diese Worte mit Nachdruck. Und auch mit Unverständnis. In der Nacht von Samstag auf Sonntag sind Einbrecher in die Werkstatt auf dem Gilde-Gelände in der Parkstraße eingebrochen und haben unter anderem sieben Luftgewehre entwendet.

Irritierender Einbruchsort

Die Täter haben die Tür zur Werkstatt aufgehebelt, sie dann so demoliert, dass ein Loch entstand. Durch dieses drangen sie ein. „Das Loch ist nicht sehr groß“, beschreibt Ingo Rodowski mit seinen Worten den Tatort, zu dem er am Sonntagmittag gerufen wurde. Was er allerdings nicht versteht: „Warum sind die Einbrecher nicht durch das Fenster der Werkstatt eingestiegen? Das ist nicht vergittert und es hätte niemand bemerkt. Stattdessen haben sie die Tür zerstört.“

Die Polizeidirektion Nord hielt sich auf Anfrage bedeckt und verwies auf den Pressebericht. Dort ist die Rede von entwendeten Sportwaffen. Weiter heißt es: „Die Kriminaltechnik kam zum Einsatz und die Kriminalpolizei ermittelt.“ Der Schaden wurde mit ca. 3000 Euro angegeben.

Sieben Gewehre, ein Bogen und Köcher fehlen

Aus der Werkstatt wurden nach Aussagen des Präsidenten sieben dort zur Wartung eingelagerte Luftdruckgewehre entwendet. Dazu ein wertvoller Bogen und Köcher. Außerdem hinterließen die Diebe eine ziemliche Verwüstung. Werkzeuge und andere Gegenstände blieben jedoch unberührt.

„Was besonders schade ist: Die Luftdruckgewehre mit Repetierer haben einen historischen Wert. Der Typ Diana 310 stammt noch aus DDR-Zeiten. Eines der Gewehre hat auch noch ein wertvolles Zielfernrohr. Es handelt sich um zwei Gewehre mit schwarzen Kunststoffschäften der Marke Baikal. Die anderen Gewehre sind aus Suhl. Zwei Haenle Sport Modell 49a und drei Suhl Modell 310“, beschreibt Ingo Rodowski die Waffen. „Aber sie haben leider keine Registriernummer“, fügt er hinzu.

Täter finden

Das erschwert die Suche. Aber die Schützengilde will die Vereine im Umkreis informieren, falls jemand versucht, die Gewehre zu verkaufen. Außerdem gibt auch bereits einen Hinweis dieser Art in den sozialen Medien.

Für die Wittenberger Schützen ein Schreck in der ohnehin nicht einfachen Zeit. Keine Wettkämpfe, kein Training. Letztgenanntes sollte langsam wieder anlaufen, denn Sportstätten dürfen ja ab dem 15. Mai unter Auflagen wieder genutzt werden.

Ingo Rodowski bemüht sich beim Gesundheitsamt um eine Genehmigung, damit vor allem Nachwuchsschützen wieder trainieren können. Aber im Moment herrscht bei ihm die Wut vor.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen