Lenzen : Einfach mitmachen

Die Lenzener Udo Büchner, Holger Richert, René Seifert, Ingmar Hülsebeck und Achim Ramin (v.l.) klinkten sich in den Arbeitseinsatz der Angler am Seerundweg ein.
Die Lenzener Udo Büchner, Holger Richert, René Seifert, Ingmar Hülsebeck und Achim Ramin (v.l.) klinkten sich in den Arbeitseinsatz der Angler am Seerundweg ein.

Kreisangelverein und Mitstreiter bringen Rundweg am Rudower See in Ordnung und wünschen sich mehr Unterstützung

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12. Februar 2019, 14:34 Uhr

Es ist scheinbar ruhig am Rudower See. Nur ab und zu unterbrechen kreischende Motorsägen das Rauschen des aufbrausenden Windes in den Baumwipfeln, ist das Tuckern von Technik zu hören. Erst beim Gang in Richtung Seeufer wird dem Wanderer klar: Hier herrscht rege Betriebsamkeit.

Den Landeshegetag nutzen am Wochenende über 30 Mitglieder des Prignitzer Kreisangelvereins und weitere Lenzener Petrijünger, um den Rundweg am Rudower See wieder auf Vordermann zu bringen. Mit Sägen oder Astscheren werden „Gefährdungsschnitte“, wie es der Lenzener Bernd Scharfenorth bezeichnet, vorgenommen, Teilstücke am Südufer des Sees von Gestrüpp und Laub befreit und Angelstellen oder Treppen zu den angelegten Parkplätzen für die kommende Saison wieder hergerichtet.

In den Arbeitseinsatz der Angler klinken sich auch wieder Fußballer der Lenzener Altherrenmannschaft sowie Mitglieder des Kanuvereins mit ein. Sie waren schon bei den großen Einsätzen vor fast genau zwei Jahren am Start, als in einer groß angelegten Aktion der rund acht Kilometer lange und damals arg verwahrloste Seerundweg geglättet, begradigt, frei geschnitten und wieder begehbar gemacht wurde. Damals errichten die Vereinsmitglieder auch einige Rastplätze mit Bänken und Tischen entlang des Rundwegs.
„Wir hätten, gerade am Wochenende, sicher anderes zu tun. Doch es gibt eben welche, die sorgen dafür, dass unsere Perle, und das ist nun mal der See mit seinem Rundweg, wieder vernünftig aussieht. Wir wollen die Arbeit, die wir vor zwei Jahren angefangen haben, fortsetzen, damit nicht alles wieder den Bach runter geht“, sagt Hans-Joachim Ramin, während er Laub und einen kleineren Ast zur Seite harkt.

Vor allem die Konzeptlosigkeit in Sachen Pflege des von vielen Einheimischen und Touristen genutzten Rundweges ärgert den Lenzener. „Was uns nicht gefällt, ist, dass das hier heute wieder so eine Zufallsaktion ist. Wo ist eigentlich der Tourismusverband oder wo sind die Verantwortlichen? Wer ist überhaupt der richtige Ansprechpartner?“, fragt Ramin und zeigt sich auch enttäuscht vom Engagement der Stadt. „Als wir hier vor zwei Jahren die Vorarbeit geleistet und den Weg wieder instand gesetzt haben, kam die Erwartung auf, dass diese Arbeit fortgesetzt wird. Wenn nicht der Angelverein hier immer mal wieder etwas machen würde, dann würde hier nichts passieren.“ Dabei sei es für den Stadtbetrieb doch ein Leichtes, den Rundweg mit einem kleinen Traktor gelegentlich mal abzufahren, Teilstücke auch mit Mähtechnik zu beräumen und den Rundweg so in Schuss zu halten.

Deshalb hat der Lenzener einen Vorschlag parat. „Solche Aktionen wie hier heute könnte man ein- bis zweimal jährlich mit allen Lenzenern und Seeanliegern machen, ob man das nun Subbotnik oder Seetag nennt. Wenn hier einige Hände mehr wären, wäre die Arbeit ruck, zuck erledigt. Es fehlt ja nur jemand, der die Sache organisiert“, meint Hans-Joachim Ramin, der sich über die kurzfristig zugesicherte Hilfe von Holger Richert von Galabau und Ingmar Hülsebeck freut, die sich mit Technik in den samstäglichen Einsatz einbringen.

Beide hatten erst am Tag zuvor extra eine Schleppe aus alten Autoreifen („Damit die Wurzeln nicht beschädigt werden.“ – Anm. Holger Richert) für den Arbeitseinsatz gebaut und diese mit einem Quad über den Rundweg gezogen. Als Ergebnis der Aktion kam ein glatter, vom Laub befreiter und auch für Fahrradfahrer wieder gut nutzbarer Weg heraus.

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