museumsfabrik pritzwalk : Interaktive Stadtgeschichte

Das neue Museum stellt die Industriegeschichte der Stadt in den Mittelpunkt, wird Besucher multimedial begrüßen.
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Das neue Museum stellt die Industriegeschichte der Stadt in den Mittelpunkt, wird Besucher multimedial begrüßen.

„Museumsfabrik Pritzwalk“ eröffnet im Februar / Industrie und Handwerk bilden Herzstück der Ausstellung

Die Sanierung der alten Tuchfabrik in Pritzwalk ist fast beendet. Am 11. Februar wird die „Museumsfabrik Pritzwalk“ ihre Türen erstmals für Besucher öffnen. Museumsleiter Lars Schladitz und Susann Stein von der Potsdamer Agentur „Kreativköpfe“ verraten ihr Konzept für das Museum.

Die industrielle Entwicklung der Stadt, die Brauereitradition und das Handwerk bilden die Seele des Museums. „Das neue, schlichte Logo lehnt sich an alte Maschinenschilder an“, sagt Susann Stein. Besucher finden Exponate im ehemaligen Maschinenhaus und im früheren Wolllager. Es gibt ein Café und eine Aussichtsplattform auf dem sanierten Turm.

Interaktiv erfahren Besucher wie bereits Anfang des 19. Jahrhunderts die Globalisierung in Pritzwalk Einzug hielt, denn ein großer Teil der hier verarbeiteten Wolle kam aus Australien. Web- und Spinnmaschinen erinnern an den Herstellungsprozess.

Eine wechselnde Ausstellung zeigt Uniformen, die in der Tuchfabrik gefertigt wurden, darunter Uniformen fürs Militär, die Post, Eisenbahn und Polizei. Ein anderer Bereich widme sich der Druckereitechnik. Zu sehen sind Maschinen, die lange Zeit im Druckereimuseum in Streckenthin standen. Papierschöpfen und eigene Drucke werden das Herzstück der ersten Mitmach-Station, die sich vor allem an Schulklassen richtet, so Stephanie Kroll.

Im ehemaligen Wolllager wird die Geschichte des Handwerks in der Stadt dargestellt, werden Persönlichkeiten in wechselnden Schauen multimedial vorgestellt. Den starken Lichteinfall durch die beidseitigen langen Fensterfronten im zweiten Obergeschoss sollen große bedruckte Tuchen mindern. Sie zeigen historische Abbildungen der Stadt.

Das bisherige Stadt- und Brauereimuseum widme sich weiterhin in den neuen Räumen der Stadtgeschichte, erklärt Museumsleiter Lars Schladitz. Einige Räume stehen den Kunstfreunden Pritzwalk und den Landfrauen zur Verfügung. Die sich daraus ergebenden Synergien sollen für weitere Ausstellungen und Workshops genutzt werden, so Lars Schladitz. Das gesamte Konzept werde innerhalb von fünf bis sieben Jahren umgesetzt. Kalkuliert sind etwa 600 000 Euro. Eine Summe, die ohne weitere Fördermittel nicht zu stemmen sein wird, meint Schladitz.

Das Museumscafé soll ein Pächter unabhängig von den Öffnungszeiten des Museums betreiben. „Das Café nutzt den Charme der alten Backsteinwände und wird im Stile eines Wiener Caféhauses eingerichtet“, erklärt Stephanie Kroll. Die Verbindung zum Museum werde durch historische Abbildungen in den Rundbögen dargestellt.

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