Partnerschaft neu ausrichten

Szczaniec’ Bürgermeister Krzystof Neryng (l.) und sein Kollege Groß Pankower Marco Radloff wollen die Partnerschaft fortsetzen.
Szczaniec’ Bürgermeister Krzystof Neryng (l.) und sein Kollege Groß Pankower Marco Radloff wollen die Partnerschaft fortsetzen.

In elf Jahren sind Freundschaften entstanden / Bürgermeister Krzystof Neryng aus Szczaniec setzt weiter auf einen Austausch mit der Gemeinde Groß Pankow

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05. November 2019, 14:20 Uhr

Polen und Deutschland haben politisch nicht das beste Verhältnis zueinander. Und im Gegensatz zu Deutschland werden in Polen die eurokritischen Stimmer immer lauter. Gegen diesen Trend positioniert sich Krzysztof Neryng, Bürgermeister der Gemeinde Szczaniec.Sie ist die Partnergemeinde von Groß Pankow. Seit mehr als elf Jahren besteht die Freundschaft.

„Wir haben uns vor vielen Jahren gemeinsam für diese Partnerschaft entschieden“, sagt Bürgermeister Krzysztof Neryng. „Dies geschah auch vor dem Hintergrund eines vereinten, kooperierenden und sich gegenseitig verständigenden Europas. Wir wollten damit einen Beitrag leisten, um diese Idee zu verwirklichen.“ Gegenseitige Besuche in der Szczaniec und Groß Pankow gehörten seitdem zum ständigen Programm. Dadurch seien die Bekanntschaften enger geworden und freundschaftliche Kontakte entstanden. Bürgermeister Neryng betont, dass diese Freundschaften nicht nur auf der offiziellen Seite, sprich auf Verwaltungs- und Behördenenebene entstanden, „sondern auch zwischen unseren Bewohnern“.

„Wir Bürgermeister waren in den letzten fünf Jahren regelmäßig zu Gast in Szczaniec und in Groß Pankow. Der Jugendautausch im Sommer, unserer Fußball- und Feuerwehrteams haben sich getroffen, und soziale Vereinigungen besuchten sich gegenseitig“, beschreibt Neryng die Partnerschaft aus seiner Sicht. „So konnten wir uns besser kennenlernen, lernten die Bräuche sowie die Sprache des Partners kennen. Wir erfuhren aber auch viel über die sozialen Verhältnisse des Nachbarlandes.“

Für den polnischen Bürgermeister waren und sind diese Begegnungen sehr wichtig. „Es führte zu mehr Offenheit gegenüber der jeweils anderen Kultur, brachte uns gegenseitige Annäherung und gegenseitiges Verständnis.“ Er denkt, dass beide Gemeinden von dieser Partnerschaft profitiert haben.

Deshalb soll diese fortgesetzt werden. In Zeiten der Veränderungen, auch innerhalb der Europäischen Union, müsse jedoch auch diese überdacht und neu gestaltet werden. „Derzeit entwickeln wir gemeinsam mit dem deutschen Partner eine neue Kooperationsformel. Es muss dafür gesorgt werden, dass sie attraktiver wird und sich an die sich ändernden Realitäten und Erwartungen anpasst“, sagt Krzystof Neryng nach dem Gespräch mit Groß Pankows Bürgermeister Marco Radloff.
Anm. d. Red.: Wir bedanken uns bei Anna Beenen, Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung Groß Pankow. Sie leitete unsere Fragen weiter und übersetzte die Antworten.

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