Wittenberge : Wittenberge blüht tausendfach auf

So blühte es im vergangenen Jahr an der Ecke von Bahn- und Schillerstraße. Die Wiese soll sich verstätigen. Sie wird noch mit einem kleinen Zaun eingefasst.
So blühte es im vergangenen Jahr an der Ecke von Bahn- und Schillerstraße. Die Wiese soll sich verstätigen. Sie wird noch mit einem kleinen Zaun eingefasst.

Wohnungsunternehmen der Stadt lassen im Allende-Viertel sowie in der Perleberger und der Lenzener Straße Blumen sprießen.

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14. Mai 2019, 12:00 Uhr

Eine Idee vom vergangenen Jahr wird zu Tausenden Blüten. In dieser Woche geht es los. Die Firma Blechschmidt Industrie- und Gebäudeservice GmbH wird dazu eine Abrissfläche im Allende-Viertel vorbereiten. Das Gelände gehört der Wohnungsgenossenschaft „Elbstrom“. Dort stand bis zu seinem Abbruch im vergangenen Jahr der Wohnblock Dr.-Salvador-Allende-Straße 2 bis 12. „Es handelt sich um 400 Quadratmeter, die wir in eine Blumenwiese umwandeln wollen“, sagt der Geschäftsführende Vorstand der Genossenschaft, Karsten Korup und greift damit seine Ankündigung vom letzten Jahr wieder auf, ein derartiges Projekt in Angriff zu nehmen.

Ideengeber war bzw. ist jene Blumenwiese, die das städtische Bauamt im letzten Jahr auf der Ecke Bahnstraße/Schillerstraße anlegen ließ. Über viele Wochen blühten dort in Bahnhofsnähe Cosmea, Glockenblumen, Mohn, Ringelblumen und Co. quasi um die Wette.

„Wir stellen uns eine Wiese vor, auf der es die gesamte Vegetationszeit über blüht“, sagt Korup. Entsprechend ist das Saatgut, das das Unternehmen Blechschmidt in die Erde bringt, ausgewählt. Und nicht nur das. Ausgewählt ist eine Blumen- und Kräutermischung, deren Samen sich über fünf Jahre immer wieder selbst aussäen, so Korup und Firmenchef Mike Blechschmidt und verweisen auf die damit gegebene Nachhaltigkeit. Auch die Blumenwiese am Bahnhof ist übrigens so angelegt, dass sich die Pflanzen wieder selbst aussäen. Erste Blüten zeigen sich dort jetzt wieder.

Zurück ins Allende-Viertel: „Wir verbinden mit unserem Vorhaben Ökologie mit Ökonomie“, ist Korup überzeugt. Eine blühende Wiese sei Lebensraum für zahlreiche Insekten und sie erfordert bei weitem nicht so viel Pflege wie eine Rasenfläche. Zur Ergänzung ihres ökologischen Angebots hat die Genossenschaft außerdem noch sechs Obstbäume gepflanzt und an der Blumenweise in spe Insektenhotels aufgestellt.

Den Nutzen für die Insekten, die Wirtschaftlichkeit, weil kaum gemäht werden muss, aber auch die ästhetische Wert für die Stadt führt Peggy Heyneck, Umweltfachfrau im Stadtbauamt ins Feld, als sie sagt: „Derartige Initiativen sind sehr zu begrüßen.“

Und nicht allein die Wohnungsgenossenschaft hat diese Initiative ergriffen. „Wir lassen Wittenberge in der Perleberger und in der Lenzener Straße weiter aufblühen“, kann als Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Torsten Diehn informieren. Die bisherigen Rasen- bzw. Brachflächen in der Perleberger Straße gegenüber der Sparkasse sowie in der Lenzener Straße 3/4 sowie 12/13 sind vorbereite, sollen ebenfalls Blühwiesen werden.

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