Dummerstorf : Ein Jahr Aufschub für Leibniz-Institut für Nutztierbiologie

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Die Leibniz-Gemeinschaft hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass das FBN aus der gemeinsamen Förderung mit Bund und Land herausfalle.

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29. November 2019, 16:52 Uhr

Das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf darf trotz des Beschlusses der Leibniz-Gemeinschaft, die Förderung zu stoppen, auf Aufschub hoffen. Wie ein Sprecher der Gemeinschaft am Freitag sagte, wird die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) in diesem Jahr wohl keine Entscheidung mehr fällen. Damit bleibe das FBN auch 2020 reguläres Mitglied der Gemeinschaft mit der vollen Bund-Länder-Förderung.

Vermutlich im April könnte es dann zur formalen Entscheidung der GWK zum Ausscheiden aus der Forschungsförderung kommen, die dann am 31. Dezember 2020 zum Tragen komme.

Geforderte Verbesserungen nicht erreicht?

Von 2021 an könnte die bis zu drei Jahre dauernde Abwicklungsfinanzierung starten. Diese Handlungsabfolge stünde unter dem Vorbehalt, dass die handelnden Akteure, vor allem das Land Mecklenburg-Vorpommern, nichts anderes beschließen beziehungsweise verhandeln. 2018 betrug das Gesamtbudget des FBN nach Leibniz-Angaben 26,5 Millionen Euro.

Die Leibniz-Gemeinschaft hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass das FBN aus der gemeinsamen Förderung mit Bund und Land herausfalle. Dem Institut mit rund 300 Mitarbeitern sei es nicht gelungen, die 2015 geforderten Verbesserungen zu erreichen, hieß es zur Begründung.

Die wissenschaftlichen und strategischen Schwächen seien nicht ausreichend behoben worden. Agrarminister Till Backhaus (SPD) hatte darauf mit Unverständnis reagiert. Das FBN stehe für Spitzenforschung in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland und Europa, sagte er.

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