Gegen den Klimanotstand : Neue Rostocker Gruppe rebelliert gegen die Regierung

Der gewaltfreie Protest, die Inszenierung eines 'gemeinsamen Sterbens' soll erst der Anfang gewesen sein.
Der gewaltfreie Protest, die Inszenierung eines "gemeinsamen Sterbens" soll erst der Anfang gewesen sein.

Niedergestreckt auf dem Straßenpflaster haben sich Klima-Aktivisten eindrucksvoll am 6. Juli in Rostock präsentiert.

nnn.de von
08. Juli 2019, 14:15 Uhr

Rostock | Niedergestreckt auf dem Straßenpflaster, umrandet von Kreidezeichnungen wie an einem Tatort - so haben sich Klima-Aktivisten eindrucksvoll am 6. Juli in Rostock präsentiert. In der Hansestadt hat sich die neue Ortsgruppe Extinction Rebellion (XR) gebildet - eine Rebellion gegen das Aussterben, wie sie selbst verkünden.

"Was im ersten Moment etwas theatralisch klingen mag, ist völlig ernst gemeint", erklärt die Gruppe in einem Schreiben. Wenn weltweit nicht sofort einschneidende Veränderungen in allen Teilen der Gesellschaft stattfinden würden, "werden wir beziehungsweise unsere Kinder sowie ein Großteil der Ökosysteme keine Zukunft mehr auf diesem Planeten haben". Das sei kein Weltuntergangs-Alarmismus, sondern erschütternde Realität. Gegen diese habe sich eine weltweite Bewegung formiert: Extinction Rebellion (XR).

In Rostock hat sich die lokale Ortsgruppe am 27. Juni gegründet - aus Menschen, die ein klares Bekenntnis zu einer Rebellion und gegen eine Regierung abgelegt haben, "deren (Nicht-)Handeln trotz des Wissens um die existenzbedrohende Lage nach Maßstäben des Völkerrechts als verbrecherisch eingestuft werden muss".

Die Gruppe ruft alle auf, sich der Rebellion anzuschließen, bis die Forderungen erfüllt sind. Durch das in Rostock am Sonnabend spontan stattgefundene "Die in" (Slang für eine gewaltfreien Aktionsform des "gemeinsamen Sterbens" gegen einen unmenschlichen beziehungsweise lebensbedrohenden Zustand) und weitere geeignete Aktionen werden wir auch zukünftig auf den faktischen Klimanotstand und das galoppierende Artensterben hinweisen.

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