Neuer Großcampus : So könnte Rostocks Ulmicum aussehen

So könnte das neue Ulmicum aussehen. Links im Bild der Durchgang von der S-Bahn, im linken Gebäude könnte die Bibliothek entstehen, über die Treppe geht es auf den Campus.
So könnte das neue Ulmicum aussehen. Links im Bild der Durchgang von der S-Bahn, im linken Gebäude könnte die Bibliothek entstehen, über die Treppe geht es auf den Campus.

Entwurf für den Ulmencampus steht. Architekt Bernd Jaeger aus Berlin gewinnt Wettbewerb.

nnn.de von
19. Juni 2019, 05:00 Uhr

Rostock | Am Dienstag hat der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL M-V) das Ergebnis seines Wettbewerbs für den Neubau einer geisteswissenschaftlichen Bereichsbibliothek mit Seminarzentrum, Institutsbereich und Verwaltungsteil bekannt gegeben.

Sehr gute Einordnung des Quartiers

Bernd Jaeger von den BHBVT Architekten aus Berlin konnte sich durchsetzen. Sein Entwurf zeichnet sich für das Preisgericht durch die städtebauliche Einordnung des Quartiers aus. Das größere und kleinere Gebäude, in Anlehnung an die Geschichte der Vorgängerbauten - der alten Kasernenanlage - in Klinkeroptik, würden das Quartier gut ordnen und ein Markenzeichen bilden, insbesondere beim Blick von der S-Bahn aus. Verbunden sind die Gebäude durch eine Treppe, mit der sich Jäger in Anlehnung an die Spanische Treppe, hohe Aufenthaltsqualität erhofft und einen guten Auftakt vom Campus Ulmenstraße.

In einem Umfang von 59,6 Millionen Euro sollen auf 12.600 Quadratmetern Nutzfläche auf dem Campus Ulmenstraße ein multifunktionaler Neubaukomplex für eine Bereichsbibliothek und Seminarzentrum der Geisteswissenschaften, Institutsverwaltung sowie allgemeine Verwaltung entstehen - das Ulmicum.

Ausschreibung im Februar

Den Realisierungswettbewerb hatte der für das Bauprojekt verantwortliche Geschäftsbereich Hochschul- und Klinikbau des BBL M-V bereits Anfang Februar ausgeschrieben und damit einen weiteren Schritt in der Planung Ulmicum eingeleitet, dem Gesamtprojekt zur Unterbringung der Geisteswissenschaftlichen Fakultäten der Universität Rostock auf dem Campus Ulmenstraße.

Mit einer EU-weiten Ausschreibung wurden bis zum 14. Februar Architekten und Planungsbüros aufgefordert, am Wettbewerb teilzunehmen. Mehr als 70 Büros bekundeten ihr Interesse.

Nach Auswahl durch den BBL M-V hatten dann insgesamt 20 Büros, unter anderem aus Dänemark und Spanien, bis zum 15. Mai Zeit, ihre Ideen mit Planungen zu untersetzen und einzureichen. Zwei Büros sagten ihre Teilnahme am Wettbewerb zwischenzeitlich ab, sodass das Preisgericht am 17. Juni tagen und aus den eingereichten qualifizierten 18 Entwürfen einen Sieger ermitteln konnte. Die Sitzung fand in der Tagungsrotunde im IGA-Park statt. Insgesamt stehen 318.000 Euro für Preisgelder und Aufwandsentschädigungen zur Verfügung.

So geht es weiter

Ob der Entwurf tatsächlich so umgesetzt wird, wird auch bezugnehmend auf die Kostenobergrenze mit dem BBL ausgelotet. Danach braucht es die Zustimmung von Bildungs- und Finanzministerium. Der Zeitplan für das Ulmicum, so BBL-Sprecher Christian Hoffmann, sei noch sehr unklar. "Wir haben einen sehr wichtigen Schritt jetzt getan, wir haben einen Entwurf, den wir umsetzen können und auch wollen."

Eine Ausstellung zum Wettbewerb mit den eingereichten Entwürfen ist in der Universitätsbibliothek Rostock eröffnet worden und kann bis einschließlich 12. Juli besucht werden.





zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen