Pflegenotstand : Uniklinik Rostock empfängt vietnamesische Pflegeazubis

In der Universitätsmedizin Rostock wurden 25 vietnamesische Pflegeauszubildende empfangen.
In der Universitätsmedizin Rostock wurden 25 vietnamesische Pflegeauszubildende empfangen.

Die Universitätsklinik Rostock versucht den Pflegenotstand mit vietnamenischen Auszubildenden in den Griff zu bekommen.

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16. September 2019, 16:46 Uhr

Rostock | An der Universitätsmedizin Rostock sind 25 junge Pflegeauszubildende aus Vietnam begrüßt worden. Für die Neuankömmlinge gebe es zunächst einige Orientierungstage, teilte die Projektleiterin Caren Erdmann am Montag mit. Sie müssten demnach unter anderem Konten eröffnen, ihre Wohnungen einrichten und sich beim Migrationsamt anmelden.

Ausbildung beginnt in der kommenden Woche

In die laufende Ausbildung starten sie den Angaben zufolge kommende Woche. Die 21 Frauen und vier Männer sind der zweite Jahrgang, der in der Hansestadt diesen Weg geht. Alle Vietnamesen haben in ihrer Heimat bereits eine Pflegeausbildung absolviert und einen Universitäts- oder Bachelor-Abschluss erlangt. Diese Abschlüsse würden in Deutschland allerdings nicht anerkannt.

Hintergrund der Aktion ist der Pflegenotstand. Annett Laban, die den Pflegevorstand an der Universitätsmedizin Rostock innehat, sprach von insgesamt 100 Stellen im aktuellen Ausbildungsjahrgang. Diese hätten allein mit einheimischen Arbeitskräften nicht besetzt werden können. Die Auszubildenden aus Vietnam seien in der Region heiß begehrt, einige Pflegedienstleiter hätten bereits versucht die jungen Leute abzuwerben.

Erste Gruppe kam Ende August 2018

Ende August 2018 hatten erstmals 20 Vietnamesen ihre dreijährige Ausbildung in Rostock begonnen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten zeigte sich Projektleiterin Erdmann mit den Arbeitsleistungen und dem Verlauf des Integrationsprozesses sehr zufrieden.

Mit den Erfahrungen aus dem ersten Anlauf seien Änderungen im Projekt vorgenommen worden, sagte sie. Beispielsweise würden die neu angekommenen Azubis aus Vietnam nicht in einer eigenen Gruppe unterrichtet. Stattdessen gehen sie jeweils zu fünft in bereits bestehende Klassen.

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