Rostock : Ein perfektes Weihnachtsfest ist Ansichtssache

Das perfekte Weihnachtsfest kann für jeden menschen anders aussehen. Mit Familie oder ohne, in der Kirche oder zu Hause, berichtet Pastoralreferentin Christina Innemann aus Rostock.
Das perfekte Weihnachtsfest kann für jeden menschen anders aussehen. Mit Familie oder ohne, in der Kirche oder zu Hause, berichtet Pastoralreferentin Christina Innemann aus Rostock.

Pastoralreferentin Christina Innemann berichtet, wie unterschiedlich ein perfektes Weihnachtsfest aussehen kann.

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22. Dezember 2019, 10:00 Uhr

Rostock | Wie muss Ihr Weihnachtsfest aussehen, um perfekt zu sein? Auf jeden Fall mit Weihnachtsbaum, werden Sie vielleicht denken. Manch einer mag ihn groß. Anderen reicht ein Kleiner. Mit oder ohne Krippe. Natur oder Plastik. So, wie sich die Geister am Weihnachtsbaum bereits scheiden, so unterschiedlich sind die Vorstellungen von einem perfekten Weihnachtsfest. Ich kenne Menschen, die sich nichts zu Weihnachten schenken. In meiner Familie wäre das nicht möglich… und das schreibe ich nicht nur, weil unsere 3 Kinder sonst streiken würden.

Pastoralreferentin Christina Innemann berichtet, wie unterschiedlich ein perfektes Weihnachtsfest aussehen kann.
Christina Innemann

Pastoralreferentin Christina Innemann berichtet, wie unterschiedlich ein perfektes Weihnachtsfest aussehen kann.

Für einige Menschen in Rostock ist der Kirchenbesuch an Weihnachten selbstverständlich. Andere finden die Vorstellung schrecklich, 1 Stunde still in einer Kirchbank sitzen zu müssen. Was wir selbst als perfekt für uns empfinden, kann sich im Leben jedoch verändern. Ich bin zum Beispiel aufgewachsen mit der Erfahrung, dass das perfekte Weihnachten immer ein Fest der Familie sei. Man blieb unter sich. Später erlebte ich die Familie meines Freundes: Sie luden zu Weihnachten ganz bewusst wechselnde Leute zu sich nach Hause ein. Das war für sie perfekt: An Weihnachten das Haus zu öffnen für Menschen, mit denen sie sonst nicht immer an einem Tisch saßen. Ich fand diese Erfahrung so beeindruckend, dass ich es heute, in meiner eigenen Familie, ähnlich handhabe.

Sich an Weihnachten auf Neues einzulassen, kann dazu beitragen, ein wunderschönes Fest zu erleben: Eines, das perfekt ist, gerade weil es viele Überraschungen mit sich bringt. Als gutes Beispiel dafür dient die Weihnachtsgeschichte selbst. Jesus Christus wird in ein Umfeld hinein geboren, das auf den ersten Blick weit davon entfernt ist, perfekt zu sein. Die Eltern sind sehr jung. Kurz vor der Geburt begibt sich das Paar auf eine beschwerliche Reise. Der damalige Herrscher will seine Untertanen zählen. Deshalb beschließt er, dass alle in seinem Reich an ihren Geburtsort zurückkehren sollen. Nur dort werden sie registriert. Das Baby liegt dann in einem einfachen Stall, sogar in einer Futterkrippe. Mitten in dieser chaotischen, improvisiert wirkenden Szenerie spüren die Beteiligten jedoch: Hier geschieht etwas Besonderes. So wird das Überraschende zum Perfekten.

Die Erwartungen an das „Fest der Liebe“ sind heute, ungefähr 2000 Jahr nach Jesu Geburt, sehr hoch. Lassen Sie sich davon so kurz vor dem Heiligabend nicht stressen. Feiern Sie Ihr Weihnachtsfest so, wie es für Sie perfekt und sinnvoll ist. In diesem Sinne: Einen gesegneten 4. Advent und viel Freude auf dem Weg zu Ihrem ganz persönlichen, perfekten Weihnachtsfest.

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