Rostock : Gedenk-App für Lichtenhagen '92 erschienen

1992 kam es am Sonnenblumenhaus in Lichtenhagen zu heftigen rassistischen Angriffen auf die Bewohner.
1992 kam es am Sonnenblumenhaus in Lichtenhagen zu heftigen rassistischen Angriffen auf die Bewohner.

Die Künstlergruppe Krüskemper-Ardila-Nasoetion hat 2017 den zweiten Preis eines anlässlich des 25. Jahrestages gewonnen.

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22. August 2019, 14:19 Uhr

Rostock | Die performative, künstlerische Intervention Gedenkstücke, die an die rassistischen Ausschreitungen von 1992 in Rostock-Lichtenhagen erinnert, gibt es jetzt auch als App. Die Künstlergruppe Krüskemper-Ardila-Nasoetion hatte 2017 mit dem interaktiven Projekt den zweiten Preis eines Wettbewerbs gewonnen, der von der Hansestadt anlässlich des 25. Jahrestages des Pogroms ausgerichtet worden war.

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Gemeinsam mit Einwohnern gestaltet

Gemeinsam mit Rostocker Einwohnern waren dokumentarische Gesangsstücke aus originalen Archivtexten von 1992 entwickelt und improvisierend eingeübt worden. "Sie sind ein lebendiges Gedenken, das zutiefst berührend die Ereignisse mahnend in uns allen wachhält", unterstreicht Kulturamtsleiterin Michaela Selling. Die von Stefan Krüskemper, Oscar Ardila und Michaela Nasoetion mit dem Amt für Kultur und Denkmalpflege geschaffene App dokumentiere noch einmal anschaulich, welche besondere Kraft von Kunst ausgeht, die gemeinsam mit Einwohnern an den Orten des Geschehens gestaltet wird, so Selling weiter.

Die Web-App unter www.gedenkstücke.de bietet einen audio-visuellen Zugang zu den Gesangsstücken und damit zu den vielen Facetten und Orten des Themas.

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